29.08.2016
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Caros Campus: So war mein erstes Semester

Caroline Asal-Radler

Das erste Semester ist rum, Caroline hat sich in die Ferien verabschiedet.

Foto:

Grönert

Köln -

Ich sitze in Frankfurt an meinem Schreibtisch und schaue nachdenklich in den blauen Himmel. Das erste Semester liegt hinter mir und ich lasse die letzten Monate in Köln Revue passieren. Im Oktober verliebe ich mich in Köln. Die letzten Sonnenstrahlen des Jahres geben der Stadt eine verträumte Note, die Studenten sitzen vergnügt auf der Wiese vor meiner Fakultät und in meiner neuen Wohnun riecht es nach frischem Holz. Ich bin bereit für einen neuen Lebensabschnitt und bin froh, dass meine Kindergartenfreundin um die Ecke wohnt.

Es ist schön zu beobachten, dass man mich mit der Zeit in meinem Viertel kennt. Der Kioskbesitzer erzählt mir von seiner Familie während er meinen Kaffee brüht, der Pizzamann kennt meine Lieblingspizza und ich kann die Playlist vom Club nebenan mitsingen. Die Uni kommt mir vor wie ein surrendes Bienennest: so viele verschiedene junge Leute auf einem Haufen, die geschäftig umherschwirren. Ich fühle mich wohl, hier pulsiert das Leben.

Schattenseiten der Uni

Der Wintereinbruch kommt und mit ihm verschwindet mein verklärter Blick. Ich werde mir der Schattenseiten bewusst und der Gedanke schleicht sich ein, dass die Uni mir zu groß und zu anonym ist und mich die Studieninhalte nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte.

Vor mir liegt ein Praxissemester und ich freue mich darauf, mit Kindern zu arbeiten und neue Impulse zu bekommen, die mir helfen, meinen zukünftigen Weg klarer zu sehen. Mal sehen, was die nächsten Jahre für mich bereithalten!