29.07.2016
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Facebook: Verspottet: Die Tücken des Studentenlebens

Daten oder meckern - geht alles auf Facebook.

Daten oder meckern - geht alles auf Facebook.

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AFP

Eine Klausur während der Karnevalstage, niedrige Temperaturen in der Unibibliothek oder laute Nachbarn, die das Lernen schwermachen – das Studentenleben ist nicht einfach. Das hat auch ein 23-jähriger VWL-Student festgestellt und prompt eine Seite dazu ins Internet gestellt: Im sozialen Netzwerk Facebook können seine Kommilitonen ihrem angestauten Ärger endlich Luft machen.

Auf „Verspottet: Universität zu Köln“ schreiben die Nutzer über die Tücken des Studentenlebens, was sich beispielsweise so liest: „Ich verspotte fehlenden Ketchup in der Unimensa, wenn es mal wieder pappige Fritten gibt.“

Seit knapp zwei Monaten existiert die Seite. Der aus Aachen stammende Gründer der Seite will nicht genannt werden, habe aber schon immer „alles und jeden gerne auf die Schippe genommen“. Er sei Sympathisant der auf Facebook bekanntgewordenen Dating-Seite „Spotted: Universität zu Köln“, bei der sich die Studenten auf anonyme Weise kennenlernen können.

Eine Parodie-Sendung im Fernsehen habe ihn schließlich auf die Idee gebracht, die „Spotted“-Seite zu veralbern. Für gleich sieben Universitäten gründete der Student eine „Verspottet“-Seite, unter anderem für die Hochschulen in Aachen und Tübingen. Dafür habe er sich Hilfe von drei Freunden geholt.

Täglich erreichen die Studenten bis zu 35 Meldungen pro Universität. „Wir picken uns nur die Schlimmsten raus und veröffentlichen sie auf der Seite. Natürlich muss auch ein Bezug zum Studentenleben erkennbar sein“, sagt der 23-Jährige. Der Erfolg der Kölner „Verspottet“-Seite hält sich allerdings noch in Grenzen. Mit knapp 800 Sympathisanten kann die Parodie ihrer Mutterseite „Spotted“ nicht das Wasser reichen.