29.08.2016
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Hochschule: So viele Studenten wie noch nie

In Deutschland gibt es immer mehr Studenten.

In Deutschland gibt es immer mehr Studenten.

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dpa

Berlin -

In Deutschland gibt es immer mehr Studierende. So ist die Anzahl der Studienanfänger von 2001 bis 2011 um die Hälfte auf 518.700 gestiegen. Dies sei ein Rekordwert, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler. Die Zahl der Studierenden insgesamt habe sich im gleichen Zeitraum von 1,9 Millionen auf 2,4 Millionen erhöht. Seit 2001 hat sich auch die Zahl der deutschen Studenten verdoppelt, die ausländische Hochschulen besuchen.

Die Studienanfänger entscheiden sich laut Statistischem Bundesamt immer deutlicher für Bachelor- und Masterstudiengänge. 2011 hätten 77 Prozent der erstmals Eingeschriebenen einen der neuen Studiengänge belegt. Nur 10 Prozent strebten einen „traditionellen“ Abschluss an.

Im Prüfungsjahr 2011 haben nach den Angaben 392.200 Studenten ihr Studium abgeschlossen. 152.500 von ihnen erwarben einen Bachelorabschluss, rund 39.000 beendeten ein Masterstudium. Generell sei die enorme Steigerung der Absolventenzahlen in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich durch die Bologna-Reformen um Bachelor und Master beeinflusst worden, so Egeler.

Schlechte Betreuung

Hingegen hat sich die Betreuungssituation der Studenten an Hochschulen verschlechtert. An Universitäten habe eine Lehrkraft 2011 rund 13,7 Studierende betreut. Zwischen 2008 und 2010 seien es noch 13 Studenten gewesen. An den Fachhochschulen seien auf eine Lehrkraft sogar 24,5 Studenten gekommen (2010: 23,6). Die Ausgaben für einen Studenten beliefen sich 2010 durchschnittlich auf 7.200 Euro. Universitäten gaben etwa 8.500 Euro pro Jahr und Student aus, Fachhochschulen nur 4.000 Euro. Grund für diesen niedrigeren Betrag sei dort unter anderem die deutliche Erhöhung der Studierendenanzahl.

An deutschen Hochschulen und Hochschulkliniken waren im Jahr 2011 rund 337.100 Personen als wissenschaftliches und künstlerisches Personal beschäftigt. Das waren 50 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Deutlich gestiegen ist dabei vor allem die Zahl der nebenberuflich Beschäftigten, wie Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Hilfskräfte: sie erhöhte sich um 85 Prozent auf 119.600 Personen. Beim hauptberuflich beschäftigten Personal hat seit dem Jahr 2001 vor allem die Zahl der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter zugenommen, und zwar um 60 Prozent auf 162.100. Außerdem gab es 14 Prozent mehr Professorinnen und Professoren, 2011 waren es insgesamt 42.900. (kna)