29.08.2016
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Autoritär oder nicht: Wie wird man eigentlich ein guter Chef?

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„Hierarchie schafft klare Rollen, Mitarbeiter erledigen die übertragenen Aufgaben, und die Führungskräfte sorgen für die Rahmenbedingungen.“

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imago/Westend61

Sterben sie aus? Oder werden sie immer noch gebraucht? Die großen Patriarchen der Wirtschaft, die mit Weitblick und harter Hand ihr Unternehmen führen. Oder wenigstens diesen Eindruck erwecken wollen – wie Donald Trump. Teil seines Gaukelspiels war das Brettspiel „Trump. The Game“, beworben mit dem Slogan: „I´am back and you are fired“. Ein amerikanisches “Monopoly”, das schnell wieder vom Markt verschwand. Daran konnte auch das Cover nichts ändern, das den Multi-Milliardär neben Wolkenkratzern aus Gold zeigte.

Doch Immobilien waren Trumps Weg zu den Milliarden, wobei er wohl nie in einer Spülküche geschuftet hat. Vom Tellerwäscher zum Millionär? Im NBC-Interview sagte er: „Es war nicht leicht für mich, mein Vater gab mir ein kleines Darlehen über eine Million Dollar.“ Viele Leute würde das für einen leichten Start halten, erwidert der Moderator. „Sie haben Recht“, sagt Trump, „aber eine Million Dollar ist kein großer Betrag, verglichen mit dem großartigen Unternehmen, das ich aufgebaut habe.“ Ein Tellerwäscher mit goldenem Löffel im Mund – so platzt die Legende vom „Self-made man“, der laut n-tv 2011 verkündete: „Ich habe viele Menschen und Firmen geschlagen, und ich habe viele Kriege gewonnen.“

„Trump pflegt ein Image als harter Hund, der ohne Hemmungen zubeißt“, erklärt Prof. Thomas Fischer. Seit 2011 ist er Lehrbeauftragter für Führungspsychologie an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz Außerdem engagiert er sich im Netzwerk culture²business, um eine wertschätzende Unternehmenskultur zu fördern. Für Fischer ist klar: „Trump würde gerne zur aussterbenden Spezies der Patriarchen gehören, denen Mitarbeiter bedingungslos folgen.“

  1. Wie wird man eigentlich ein guter Chef?
  2. Autoritärer Führungsstil stirbt nicht aus
  3. Vier Charaktertypen mit unterschiedlichen Stärken
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