28.09.2016
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Uni Köln: Ex-Kanzler Neyses wird Ehrensenator

Dr. Johannes Neyses wurde zum Ehrensenator ernannt.

Dr. Johannes Neyses wurde zum Ehrensenator ernannt.

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michael bause

Köln -

26 Jahre war Johannes Neyses Kanzler der Kölner Universität – jetzt wurde er im Rahmen des Jahresempfang der Hochschule zum Ehrensenator ernannt. Als „engagierten Kanzler und Mitstreiter, der keinen Konflikt scheut“, würdigte Rektor Axel Freimuth den ehemaligen Leiter der Hochschulverwaltung, der im September 2012 in den Ruhestand ging.

Dass Neyses charmant, aber auch beharrlich sein konnte, musste schon der frühere NRW-Finanzminister und heutige SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück erfahren: Im Streit um die Eigentumsverhältnisse von 80 Prozent der Uni-Gebäude blieb Neyses gegenüber dem Land hart. Nach jahrelangen Diskussionen gab Steinbrück 2006 schließlich nach und übertrug der Universität die Besitzrechte an den Bauten.

Start zur Sanierung

Zu seinen Erfolgen zählte Neyses die Einführung der dezentralen Verwaltung, die Berufung von ungefähr 1000 Dozenten an die Hochschule sowie die Modernisierung der Gebäude auf dem Campus. Unter seiner Ägide wurden der Start zur Sanierung von Philosophikum und Hauptgebäude gegeben und der Bau des Studierenden Service Centers begonnen. Vielleicht die schönste Anerkennung war, dass die Uni 2012 zur Exzellenz-Hochschule gekürt wurde. Gleich in fünf Bereichen erhielt die Hochschule den Zuschlag.

Im Rahmen des Jahresempfang wurden außerdem vier Dozenten der Universität geehrt. Den Preis im Bereich Forschung erhielt Martin Melles, der über die Veränderung des Klimas über Jahrtausende forscht und dazu Bohrungen in einem sibirischen See durchführte. Bernadette Dilger und Sarah Wirtherle wurden für ihr Engagement im Professional Center gewürdigt. Mit Studenten arbeiten sie an Projekten, mit denen unter anderem Menschen mit Behinderung und Schulkinder gefördert werden. Ali Sunyaev erhielt den Nachwuchspreis für seine interdisziplinäre Forschungen zu Medikamentenbeipackzetteln.


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