28.07.2016
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Verbotene Appetitzügler: Gefahr durch Diätmittel aus dem Internet

Abnehmpillen aus dem Netz fehlen oft die nötigen Verbraucherinformationen.

Abnehmpillen aus dem Netz fehlen oft die nötigen Verbraucherinformationen.

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dpa

Verbraucher sollten Schlankheitsmittel allenfalls dann online bestellen, wenn der Anbieter ausreichend über Inhaltsstoffe und Dosierung informiert. Darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. Im schlimmsten Fall könnten solche Produkte gesundheitsschädliche Substanzen enthalten, zum Beispiel den verbotenen Appetitzügler Sibutramin. Grundsätzlich lasse sich ein langfristiger Gewichtsverlust auch nur durch eine veränderte Ernährungsweise und mehr Bewegung erreichen, Abnehmpillen könnten immer nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Stark erhöhter Blutdruck und Herzprobleme

Wer online bestellt, sollte unter anderem prüfen, ob zum Produkt eine Verkehrsbezeichnung angegeben und die Verpackung abgebildet ist. Außerdem muss der Anbieter ein vollständiges Impressum mit Postanschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Unternehmensform und Verantwortlichen nennen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale können im Ausland ansässige Versender für Gesundheitsschäden oft nur schwer haftbar gemacht werden.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz wieder vor einem online angebotenen Abnehmmittel mit dem Wirkstoff Sibutramin gewarnt. Das Hauptzollamt Koblenz hatte die Packung sichergestellt. Der gefährliche Wirkstoff war darauf nicht angegeben. Er kann zu stark erhöhtem Blutdruck und akuten Herzproblemen führen. Auch Todesfälle sind dem LUA zufolge bekannt. (dpa)