23.07.2016
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DLRG-Statistik: Weniger tödliche Badeunfälle

Polizeitaucher lassen sich von einem Boot ziehen und suchen einen Mann, der von einem Ruderboot aus in den See gesprungen und untergegangen war.

Polizeitaucher lassen sich von einem Boot ziehen und suchen einen Mann, der von einem Ruderboot aus in den See gesprungen und untergegangen war.

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dpa

Mindestens acht Menschen sind in Deutschland allein im Juli bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Am Sonntag starb ein 22-Jähiger in einem See in Troisdorf, vier Tage zuvor ein 23-Jähriger beim Schwimmern im Rhein bei Rodenkirchen. Meist sind Leichtsinn, Selbstüberschätzung und schlechte Schwimmfähigkeiten die Ursachen. Doch so sehr diese Fälle der vergangenen Wochen erschürttern: 2012 wurde mit 383 Badetoten bundesweit, davon 47 in Nordrhein-Westfalen, ein Jahrhundertrekord aufgestellt. So sind dies 92 Prozent weniger Tote als noch im Gründungsjahr der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) 1913.

Vor allem liege dies auch an den Temperaturen im Sommer. So ertranken laut DLRG-Statistiken im Rekordsommerjahr 2003 644 Menschen - beinahe doppelt so viele wie 2012, als der Sommer vergleichsweise kühl und regnerisch war.

96 Prozent der Badeunfälle ereignen sich in Binnengewässern, die meisten davon in unbewachten, so die DLRG-Statistik. 2012 seien demnach erstmals mehr Menschen in Seen und Teichen ertrunken, als in fließenden Gewässern. Im Geschlechtervergleich liegen die Männer bei tödlichen Badeunfällen vorn. In den vergangenen zehn Jahren waren vier von fünf Badeopfern männlich.

Besonders häufig ertrinken auch Menschen über 50 Jahre: 179 Unfälle traf diese Altersklasse, das sind 52 Prozent aller Opfer im Jahr 2012. Der Grund hierfür ist laut DLRG meistens die Kombination aus vorgeschädigtem Herz-Kreislauf-System und Überanstrengung.

Nur jeder zweite Grundschüler kann schwimmen

Wirklich alarmierend sind folgende Zahlen: Jeder zweite Schüler kann am Ende der vierten Klasse nicht richtig schwimmen, nur 40 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen haben ein Jugendschwimmabzeichen. Allgemein seien Kinder erst ab dem so genannten „Bronzeabzeichen“ als guter Schwimmer einzustufen.

Viele Kölner Bäder bieten gezielt Schwimmkurse für Erwachsene an. Hierbei wird zwischen Kursen für Anfänger, welche wahlweise auch nach Geschlechtern getrennt stattfinden, und Technik-Kursen unterschieden. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

80 Prozent aller Badeunfälle sind laut DLRG vermeidbar.