25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Anschlag: Spur zu Bombe nicht bestätigt
16. March 2013
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Anschlag: Spur zu Bombe nicht bestätigt

Polizisten untersuchen am 10.12.2012 am Hauptbahnhof in Bonn die Tasche mit der Bombe.

Polizisten untersuchen am 10.12.2012 am Hauptbahnhof in Bonn die Tasche mit der Bombe.

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dpa

Köln -

Einer der vier in Nordrhein-Westfalen festgenommenen mutmaßlichen Salafisten war nach einem Bericht des „Focus“ möglicherweise an dem gescheiterten Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof beteiligt. Wie das Magazin am Samstag vorab unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, hat sich der 25-jährige Konvertit in einem abgehörten Gespräch als möglicher Bombenleger geoutet. So habe er im Hinblick auf einen möglichen DNA-Test gesagt, dass er „wegen Bonn“ für fünf Jahre ins Gefängnis müsse, sollte man ein Haar von ihm finden.

Die Ermittler werteten diese Aussage als belastendes Indiz für eine mögliche Beteiligung des Mannes an dem gescheiterten Anschlag vom Dezember 2012, zumal in seiner Bonner Wohnung nun eine scharfe Pistole und sprengfähiges Ammoniumnitrat ähnlichen Typs wie am Hauptbahnhof gefunden worden seien, heißt es in dem Bericht.

Auf Anfrage des Kölner Stadt-Anzeigers sagte ein Sprecher der Polizei Essen, er könne das so nicht bestätigen, würde die Informationen aber auch nicht dementieren. Es werde derzeit allen Hinweisen nachgegangen. Wie zu erfahren war, hat die Generalbundesanwaltschaft das Verfahren am Samstagmittag übernommen. Dies deutet wohl darauf hin, dass sich die Indizien verdichtet haben, wonach es sich bei dem geplanten Anschlag auf den Pro NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht um einen organisierten terroristischen Akt gehandelt hat. Bisher hatte sich die Bundesanwaltschaft geweigert, das Verfahren zu übernehmen, stand aber in permanentem Kontakt mit den nordrhein-westfälischen Ermittlern. (mit dpa)