„Ich habe einen Knall gehört, und als ich in den Rückspiegel schaute, sah ich Rauchwolken“, erinnerte sich der 27 Jahre alte Fahrer eines Kleintransporters. Er schaffte es am Mittwochabend gegen 18.40 Uhr noch, auf dem Standstreifen der Autobahn 3 zwischen Siebengebirge und Kreuz Bonn/Siegburg anzuhalten.
Schnell konnte er ein paar persönliche Sachen – unter anderem eine Matratze – aus dem Laderaum herausholen, dann stand sein Fahrzeug in Flammen. Der Feuerlöscher des 27-Jährigen versagte den Dienst. Deshalb musste der Mann, der in der Nähe von Mölln wohnt und selbst freiwilliger Feuerwehrmann ist, tatenlos zusehen, wie sein Gefährt ausbrannte. Zwar waren 20 Einsatzkräfte der Löschzüge Ittenbach und Ölberg unter Leitung von Brandinspektor Michael Klingmüller nach wenigen Minuten eingetroffen.
Sie konnten allerdings nicht mehr verhindern, dass der Wagen zerstört wurde. Trupps unter Atemschutz löschten das Feuer innerhalb weniger Minuten. Während der Löscharbeiten mussten zwei Fahrspuren gesperrt werden.
Dadurch kam es zu erheblichen Behinderungen, der Verkehr staute sich auf bis zu drei Kilometer Länge. Bei den Aufräumarbeiten entdeckten die Wehrleute Feuerwehrfachzeitschriften, der 27-Jährige gab sich als Kamerad zu erkennen.
Auf der Autobahn 3 stand am Mittwochabend ein Sprinter in Flammen. (Alle Bilder: Ralf Rohrmoser-von Glasow)
Er sollte Metallhülsen von Nürnberg nach Wuppertal bringen. Die Königswinterer Einsatzkräfte blieben bis zum Ende der Bergungsarbeiten gegen 20.30 Uhr zur Absicherung auf der A 3.




