30.07.2016
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Bonn: Polizei entdeckt weiteren Sprengstoff

Nach den Festnahmen in Bonn, ist weiterer Sprengstoff gefunden worden. Symbolbild

Nach den Festnahmen in Bonn, ist weiterer Sprengstoff gefunden worden. Symbolbild

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dpa

Köln -

In der Bonner Wohnung des 24-jährigen Salafisten, der mit drei Komplizen einen Mordkomplott gegen den Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Pro NRW geschmiedet haben soll, hat die Polizei am Freitag erneut eine sprengstoffähnliche Substanz gefunden. Dies bestätigte eine Sprecherin der Polizei in Essen auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Substanz sei am frühen Abend von Entschärfungsexperten aus dem Fenster in den Garten des Wohnhauses befördert worden, um sie dann in einem abgesicherten Bereich zu sprengen.

In der Wohnung des Mannes waren bereits am Mittwoch 616 Gramm Sprengstoff, eine geladene Pistole sowie drei Gasrevolver gefunden worden. Bei dem Sprengstoff soll es sich dem Vernehmen nach um Ammoniumnitrat handeln. Das Salz aus Ammoniak und Salpetersäure, das auch für Düngemittel verwendet wird, ist in einer bestimmten Mischung und mit einem Zünder hochexplosiv. Ammoniumnitrat war auch in der Tasche, die beim fehlgeschlagenen Anschlag im Dezember 2012 am Bonner Hauptbahnhof gefunden wurde. Jetzt wird überprüft, ob es sich bei beiden Funden womöglich um dieselbe Mischung gehandelt hat.

Die vier Männer waren in der Nacht zum Mittwoch verhaftet worden, nachdem sie monatelang von Ermittlern des Essener Staatsschutzes und des Verfassungsschutzes observiert worden waren. Dem Vernehmen nach wurden zudem die Wohnungen, Telefone und auch die Autos der Extremisten abgehört.