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Bundesfreiwilligendienst: „Bufdis“ sind noch selten in der Eifel

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Hilger und Burszeck
Jennifer Hilger aus Wollenberg und Ivo Burszeck aus Hellenthal leisten im Seniorenhaus „Carpe Diem“ einen Bundesfreiwilligendienst ab. (Bild: Klinkhammer)
Hellenthal

„Im Netz ist über den Bundesfreiwilligendienst so gut wie nichts zu finden“, sagte Ivo Burszeck. Er muss es wissen, denn der 20-jährige Hellenthaler ist derzeit „Bufdi“ oder „BFDler“. Während die Freiwilligen-Stellen in Ballungszentren im Internet groß beworben werden, sind Angebote für den ländlichen Raum rar. Daher raten Ivo Burszeck und seine Kollegin, die 17-jährige Jennifer Hilger aus Wollenberg, Interessenten für den BFD, einfach mit entsprechenden Einrichtungen, etwa für Senioren, Kinder oder Jugendliche, Kontakt aufzunehmen.

Diesen Weg ging auch Ivo Burszeck. Nach dem Realschulabschluss in Schleiden besuchte er das Goldenberg-Berufskolleg in Wesseling. Nach dem Fachabitur mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt studierte der junge Mann schließlich Chemie an der Fachhochschule in Aachen. Doch das entsprach letztlich doch nicht seinen Vorstellungen, und er brach das Studium ab.

Nach dieser Erfahrung strebte er eine ganz neue berufliche Richtung an. Nachdem er von der Möglichkeit des BFD gehört hatte, rief er bei einer Jugendherberge und diversen Senioreneinrichtungen an, um sich nach entsprechenden Stellen zu erkundigen. In der erst vor wenigen Monaten eröffneten Senioren-Einrichtung „Carpe Diem“, gleich vor seiner Haustür, wurde er fündig und erhielt eine Stelle als „Bufdi“. Seit Weiberdonnerstag betreut er nun Senioren, die in der Anlage wohnen.

Am gleichen Tag begann auch Jennifer Hilger dort, sie ist der zweite von sechs möglichen „Bufdis“. Die junge Frau war nach ihrem Abschluss in der Hauptschule Hellenthal auf der Suche nach einer Lehrstelle. Sie hatte klare Vorstellungen, fand allerdings auf dem gewünschten Gebiet nichts. Zunächst arbeitete sie als „Bufdi“ in Kommern im Seniorenhaus „Sonnenhof“, aber die Verkehrsverbindungen von Wollenberg nach Kommern sind so schlecht, dass sie einen Wechsel in die wesentlich näher an ihrem Elternhaus liegende Einrichtung vollzog.

Im Dienst kümmern sich die „Bufdis“ um die Senioren: Sie gehen mit ihnen spazieren, spielen mit ihnen Gesellschaftsspiele, führen Gespräche oder hören einfach nur zu. Burszeck: „Die älteren Menschen erzählen oft von früher, aber es gibt auch welche, die sind sehr wach und an allem Neuen interessiert.“ Inzwischen überlegt der Hellenthaler, eine Ausbildung zum Physiotherapeuten anzusteuern. Jennifer Hilger möchte nach ihrer „Bufdi“-Zeit gerne einen Beruf erlernen, bei dem sie mehr mit jüngeren Menschen zu tun hat.

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