26.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | L 165 gesperrt: Pendler müssen weite Umwege fahren
28. May 2013
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L 165 gesperrt: Pendler müssen weite Umwege fahren

Noch für etwa zweieinhalb Monate ist die Landesstraße 165 zwischen Bad Münstereifel und Nöthen gesperrt.

Noch für etwa zweieinhalb Monate ist die Landesstraße 165 zwischen Bad Münstereifel und Nöthen gesperrt.

Foto:

Thomas Schmitz

Bad Münstereifel/Nöthen -

Will man von Bad Münstereifel nach Nöthen fahren, ist das eigentlich ganz einfach: Man fährt am Kurhaus vorbei über den Nöthener Berg und ist schon da. Seit Anfang des Monats wird aus dieser Tour aber eine „Tortour“.

Denn der Landesbetrieb Straßen NRW lässt auf der Landesstraße 165 im großen Stil die Fahrbahn sanieren. Für drei Monate müssen sich Verkehrsteilnehmer einen anderen Weg suchen.

Bus festgefahren

Besonders hart dürfte es die Pendler treffen. Denn die Münstereifeler, die auf die Autobahn wollen, fahren in der Regel an Nöthen vorbei. Schon auf der Trierer Straße erhalten sie den Hinweis, dass der Nöthener Berg gesperrt ist.

Die offiziellen Umleitungen sind mit riesigen Umwegen verbunden. Im Norden soll man über Kalkar und dann entweder über Satzvey oder über Weiler am Berge fahren. Im Süden über Holzmülheim bis zum Autobahnanschluss bei Zingsheim.

Ortskundige suchen sich natürlich kürzere Wege. Am beliebtesten ist der Schleichweg zwischen Hohn und Nöthen. Nur macht der Probleme. „Da hat sich schon ein Bus festgefahren“, berichtet Münstereifels Pressesprecherin Marita Hochgürtel. Aus dem Grund hat die Stadt jetzt zwei Einbahnstraßen eingerichtet. Von Eicherscheid kommend müssen Verkehrsteilnehmer über den Bremerberg in Richtung Nöthener Tannen fahren.


Normalerweise ist dieser Weg nicht für den Verkehr freigegeben, während der Bauphase gilt aber eine Ausnahmeregelung. Die zweite Einbahnstraße führt über den Hohner Weg in Nöthen auf die Karpfenstraße in Hohn, dabei handelt es sich um die übliche Verbindungsstraße. Im Norden dürften viele Verkehrsteilnehmer die Straße über Eschweiler und Weiler am Berge als Ausweichstrecke nehmen.

Noch bis August wird die Landesstraße saniert. Auf einer Fläche von 12 500 Quadratmeter wird die Fahrbahndecke abgefräst und erneuert. Außerdem werden auf 3300 Quadratmeter Geogitter verarbeitet. Dabei handelt es sich um ein Stoffgitter, das am Hang in die Straße eingearbeitet wird und verhindern soll, dass die Böschung abrutscht oder Steine herabrieseln.

Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 735 000 Euro. Die Stadt verzichtet darauf, 270 Meter Wasserleitung zu verlegen, was ursprünglich geplant war.