29.08.2016
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Schnelles Internet: Blankenheim ist „ziemlich gut versorgt“

Schnelles Internet: Darüber freuten sich (v.l.) Bürgermeister Rolf Hartmann, Gemeinde-Mitarbeiterin Cora Arbach und Anja Oppermann von der Telekom im vergangenen Jahr. (Archivfoto: Küpper)

Schnelles Internet: Darüber freuten sich (v.l.) Bürgermeister Rolf Hartmann, Gemeinde-Mitarbeiterin Cora Arbach und Anja Oppermann von der Telekom im vergangenen Jahr. (Archivfoto: Küpper)

Kreis Euskirchen -

Den Begriff „Schlusslicht“ will der Blankenheimer Bürgermeister Rolf Hartmann für seine Gemeinde nicht stehen lassen.

In einer Analyse des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) für den Kreis Euskirchen war zu lesen, dass von den 3644 Haushalten in Blankenheim 30 Prozent auf 30 Mbit in der Sekunde und 7,4 Prozent auf 50 Mbit/s Internetgeschwindigkeit zurückgreifen können. Das wäre der schlechteste Versorgungsgrad aller Kommunen im Kreis Euskirchen.

Doch aus Sicht der Blankenheimer Verwaltung handelt es sich um eine „etwas unglückliche Darstellung“, denn eine Differenzierung unterhalb der 30 Mbit/s werde nicht vorgenommen. In der Tat hatte die TÜV-Analyse auftragsgemäß die Versorgung von 30 beziehungsweise 50 Mbit/s oder mehr beleuchtet.

Der Bund strebt schließlich eine flächendeckende Versorgung von mindestens 50 Mbit/s an, insofern soll die Analyse darstellen, wo Maßnahmen zum Erreichen dieses Ziels im Kreis notwendig sind (siehe „Millionen vom Bund?“). „Für private Haushalte sind derzeit Bandbreiten von 16 Mbit/s schon sehr gut“, stellt die Blankenheimer Verwaltung fest.

Mit einer Breitbandverfügbarkeit von 16 bis 30 Mbit/s sei die Gemeinde „schon ziemlich gut versorgt“, heißt es weiter. Die Verwaltung verweist in diesem Zusammenhang auf bereits abgeschlossene und geplante Maßnahmen: Nach Förderzusagen seien 2014 etwa die Orte Lindweiler, Rohr, Reetz, Mülheim, Freilingen und Lommersdorf an das leistungsfähige Breitband-Internet angebunden worden. Gleichzeitig sei die Versorgungssituation im Gewerbegebiet deutlich verbessert worden. „Haushalte und Gewerbebetriebe können hier nach entsprechender Vertragsumstellung mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Netz surfen“, heißt es in der Mitteilung. Nachdem durch Eigenleistung der Bürger die DSL-Versorgung für Waldorf, Alendorf, Ripsdorf und Ahrmühle bereits 2008 verbessert worden sei, habe die Telekom Ende 2015 eine weitere Verbesserung der vorhandenen Netzstruktur mit neuen Glasfaserleitungen realisiert und von Hüngersdorf aus eine Glasfaserleitung nach Ripsdorf, Alendorf und Waldorf verlegt.

„Auch hier können in Zukunft Bandbreiten bis 50 Mbit/s erreicht werden. In Dollendorf finden aktuell bis Ende 2016 Ausbaumaßnahmen statt. Die Telekom verlegt hier rund drei Kilometer Glasfaser und stattet zwei Multifunktionsgehäuse mit modernster Technik aus“, verlautet aus dem Rathaus. Dadurch würden alle Haushalte in Dollendorf vectoring-fähig und können dann Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s erreichen.

Ende 2015 habe es die Förderzusage für Maßnahmen in weiteren Orten gegeben, die 2016 ausgebaut werden: Blankenheimerdorf, Blankenheim-Wald, Ahrdorf, Uedelhoven und Nonnenbach bekommen so ab Ende 2016 Breitband-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s.