24.07.2016
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Unterführung: Sanierung ja, Abbruch nein

Unterführung gesperrt

Die Unterführung an der ehemaligen Ahrtalbahn am Ortsrand von Mülheim musste gesperrt werden. Sie wird im Frühjahr saniert.

Foto:

Johannes Puderbach

Blankenheim-Mülheim -

Eine Wanderung entlang des Mülheimer Baches ist nicht nur für die Einwohner des kleinen Ortes ein beliebtes Freizeitvergnügen. Auch bei Hundebesitzern und Familien aus der Umgebung ist der Wanderweg beliebt. Zum Beispiel können dort die Kinder wunderbar Steine ins plätschernde Gewässer werfen. Und nicht zuletzt sind in dem Tal, das beim südlich von Blankenheim gelegenen Forellenhof ins Ahrtal mündet, wunderbare Einblicke in die Natur möglich.

Zurzeit wird der Zutritt zum Tal erschwert. Die Unterführung, die am südlichen Ortsrand von Mülheim unter der ehemaligen Ahrtalbahn hindurchführt, wurde gesperrt. Reiner Reetz, der Ortsvorsteher von Mülheim, kennt die Hintergründe. „Die Trasse der Ahrtalbahn war in diesem Bereich in Privatbesitz“, berichtete Reetz dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf Nachfrage. Der Besitzer, ein Mann aus dem Raum Köln, habe in diesem Bereich ursprünglich Ferienhäuser errichten wollen. Doch diese Pläne seien niemals verwirklicht worden. Neulich sei der Mann gestorben, und da alle in Frage kommenden Verwandten das Erbe ausgeschlagen hätten, sei das Areal an das Land gefallen.

„Zuständig ist nun die Bezirksregierung Köln“, sagte Reetz. Die Behörde sei sehr engagiert bei der Sache, denn die Trasse der Ahrtalbahn stehe auch in diesem Bereich unter Naturschutz. Die betreffende Unterführung am Buchenweg müsse saniert werden, ein Abbruch sei nicht erlaubt.

Bauwerk inspiziert

Bei einem Ortstermin sei ein Ingenieurbüro vertreten gewesen, das das Bauwerk unter die Lupe genommen habe. „Der Ingenieur kam zu dem Ergebnis, dass es nicht auszuschließen sei, das Steine von der Brücke herunterfallen könnten“, so Reetz. Deshalb sei die Unterführung nun gesperrt.

„Die Sperrung soll aber nicht allzu lange andauern“, berichtete der Ortsvorsteher. Die Bezirksregierung habe zugesichert, die Sanierung möglichst schnell in Angriff zu nehmen. Schon im Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Dann können auch die Radfahrer wieder den Weg entlang des Mülheimer Baches benutzen. Denn diese Route wird gerne als Zubringer zum Ahrtalradweg benutzt. „Viele Ausflügler parken ihre Autos bei uns auf dem Dorfplatz, um dann hinunter ins Ahrtal zu radeln“, wusste Reiner Reetz. Auch die Benutzer der Grillhütte, die direkt hinter dem Bahndamm liegt, können dann wieder ohne den Umweg über die Mülheimer Mühle zu dieser Anlage gelangen.