25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Besuch in Euskirchen: THW ließ pfiffige Idee vom Patentamt geschützt
30. December 2015
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Besuch in Euskirchen: THW ließ pfiffige Idee vom Patentamt geschützt

Burkhard Aehlich (.l) präsentierte den Abgeordneten Detlef Seif (3.v.l.) und Stephan Mayer (4.v.l.) die Quickswim-Boje in der THW-Unterkunft.

Burkhard Aehlich (.l) präsentierte den Abgeordneten Detlef Seif (3.v.l.) und Stephan Mayer (4.v.l.) die Quickswim-Boje in der THW-Unterkunft.

Foto:

Nolden

Euskirchen -

Ein gelber Schwimmkörper, ähnlich einer Boje, liegt in der neuen THW-Unterkunft zur Präsentation bereit. Die THW-Ehrenamtler hatten für vergangenen Montag hohen Besuch in ihre Räume geladen: Die Bundestagsabgeordneten Detlef Seif (CDU) und Stephan Mayer (CSU), seit 2010 Präsident der THW-Bundesvereinigung e.V., kamen in die Otto-Lilienthal-Straße nach Euskirchen.

Die beiden Politiker hatten das THW beim Bau ihrer Unterkunft unterstützt, konnten aber aus terminlichen Gründen nicht an der Eröffnung teilnehmen. Deshalb boten die Ehrenamtler ihnen am Montag eine exklusive Führung. Und sie nutzten den Besuch der Politiker, um ihnen Quickswim, den eingangs erwähnten Schwimmkörper, zu zeigen.

Quickswim ist eine Idee der Euskirchener Kräfte, die ihre Tauchpumpen schützen wollten. „Wir wissen nicht immer, wo die Pumpen zum Einsatz kommen“, so Burkhard Aehlich, der Zugführer des technischen Zuges in Euskirchen. Die Pumpen sinken aber beim Einsatz auf den Grund. Der, so erklärte Aehlich, könne matschig sein oder es könnten dort Pflanzen wachsen. Dreck und Pflanzen könnten in die Pumpen geraten und sie verstopfen.

Um das zu verhindern, werden die Pumpen an die Quickswim-Boje gehängt. Sie sorgt dafür, dass die Pumpen nicht vollends absinken, sondern im Wasser schweben.

„Dann wissen wir erstens, wo die Pumpe ist, und zweitens, dass sie nicht verstopft“, erklärte Aehlich. Vorher habe man mit Fässern gearbeitet. Die jedoch verbrauchten viel Platz im Transporter und seien unhandlich gewesen.

Drei Quickswim-Schwimmkörper haben die THW-Ehrenamtler für 750 Euro herstellen lassen. Zudem haben sie sich beim Patentamt die Idee für drei Jahre per Gebrauchsmusterschutz schützen lassen. „Dafür muss man hohe Hürden nehmen“, erzählte Aehlich. Es müssen Zeichnungen und eine Beschreibung eingereicht werden, damit der Schutz gewährt wird.

Unterstützung für die Verwirklichung der Idee kam ebenfalls von den beiden Bundestagsabgeordneten. Deshalb präsentieren die THW-Mitarbeiter neben ihrer Unterkunft eben auch die Boje. Zusätzlich erhielten die beiden Abgeordneten einen Überblick über die aktuelle Arbeit des Hilfswerks.

„Wir starten 2016 mit der teilnehmerstärksten Grundausbildung seit ewigen Zeiten“, freute sich der Zugführer. Zwölf Leute werden ihre Ausbildung beim THW beginnen. Den großen Zulauf führt Aehlich auch auf die attraktive neue Unterkunft zurück. Man könne Interessierten dort eine Heimat bieten.

Ebenfalls zur Präsentation des THW gehörte ein Abriss über die regelmäßige Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen. So kann das THW die Feuerwehr bei der Löschwasserförderung unterstützen und hilft dabei, einsturzgefährdete Gebäude nach Bränden statisch zu sichern, damit vermisste Personen gesucht werden können.

Außerdem kooperiert das THW mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). In den neuen Räumlichkeiten der Unterkunft an der Otto-Lilienthal-Straße werden etwa Ausbildungsteile, die in beiden Organisationen gebraucht werden, gemeinsam angeboten.