28.09.2016
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Evakuierung: Bombe in der Euskirchener Südstadt entschärft

In Euskirchen musste am Abend eine Bombe entschärft werden.

In Euskirchen musste am Abend eine Bombe entschärft werden.

Foto:

Johannes Bühl

Euskirchen -

Hunderte Menschen mussten am Montagabend in der Euskirchener Südstadt ihre Häuser verlassen, nachdem in der Boenerstraße eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden war. Die Stadt Euskirchen ließ das Gebiet rund um den Fundort großräumig evakuieren.

Wolfgang Wolf und Siggi Konopatzki vom Kampfmittelbeseitigungsdienst NRW benötigten zehn Minuten, um den Sprengkörper unschädlich zu machen. Um 20.16 Uhr war ihr Einsatz beendet. Die Entschärfung sei „mehr als gut“ über die Bühne gegangen, sagte Wolf, nachdem er und sein Kollege die beiden Zünder entfernt hatten.

Seit 14 Uhr hatte festgestanden, dass in der Boenerstraße, wo seit Monaten Straßenbauarbeiten laufen, in Höhe des Hauses Nummer 15 ein Sprengkörper im Erdreich lag. Von 17 Uhr an gingen Mitarbeiter des Ordnungsamtes und rund 70 Feuerwehrleute im Umkreis von 300 Metern rund um den Fundort von Tür zu Tür und forderten die Bewohner auf, ihre Häuser zu verlassen.

In besagtem Gebiet seien rund 1500 Menschen gemeldet, erklärte der Erste Beigeordnete der Stadt Euskirchen, Johannes Winckler, der den Großeinsatz mit federführend organisierte: „Wir sind froh, dass weder Altenheime noch das Krankenhaus betroffen sind.“

Die Stadt bot den Bürgern an, die Wartezeit in der Sporthalle der Marienschule zu verbringen. Dort wurden sie vom Roten Kreuz betreut. Bis 19.30 Uhr hatten sich rund 150 Leute registrieren lassen. Sie ließen sich in der Halle selbst, in den Umkleidekabinen und auf der Tribüne nieder.

Winckler und Bürgermeister Dr. Uwe Friedl machten sich ein Bild von der Notunterkunft. Als der Zeitpunkt der Entschärfung näher rückte, wurden sie zur Boenerstraße gerufen, wo eine Fachfirma die Bombe, die in 2,80 Meter Tiefe im Boden steckte, freigelegt hatte, so dass Wolf und Konopatzki zur Tat schreiten konnten.