27.07.2016
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Kreissparkasse Euskirchen: Girogo soll Kleingeld überflüssig machen

Der Vorstandsvorsitzende der KSK Euskirchen, Udo Becker (Zweiter von links), gratulierte den Gewinnern der Aktion „Holen Sie sich ihr Weihnachtsgeld zurück“.

Der Vorstandsvorsitzende der KSK Euskirchen, Udo Becker (Zweiter von links), gratulierte den Gewinnern der Aktion „Holen Sie sich ihr Weihnachtsgeld zurück“.

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Sprothen

Euskirchen -

„Das macht 2,79 Euro.“ Den Kunden, der im Supermarkt an der Kasse Schlange steht, beschleichen erste üble Vorahnungen, die spätestens dann, wenn die Zahlungsaufforderung der Kassiererin mit der Antwort „Ich hab’ es klein“ quittiert wird, zur bitteren Realität werden.

Na bravo, die Mittagspause ist gelaufen. Es kann dauern, bis die 2,79 Euro in Filigranarbeit aus dem Portemonnaie herausgepiddelt sind. Und die Prozedur kann sich beliebig verlängern. Dann nämlich, wenn die passende Zahlung des Kaufpreises an einem einzigen fehlenden Cent scheitert und nunmehr die Kassiererin ins Schleudern kommt, weil ihr das Kleingeld ausgegangen ist.

Kleinstbeträge schnell begleichen

Das muss nicht sein. Die Kreissparkasse (KSK) Euskirchen gehört zu den Pilot-Sparkassen im Rheinland, die die Möglichkeit geschaffen haben, mit dem neuen kontaktlosen Bezahlsystem „Girogo“ in Geschäften mit den entsprechenden Lesegeräten per Karte Beträge von bis zu 20 Euro zu bezahlen, ohne Pin-Nummern eingeben oder Unterschriften leisten zu müssen. Kleinstbeträge können so im Handumdrehen passend beglichen werden.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden der KSK Euskirchen, Udo Becker, wurden alle Kunden, die bei seinem Kreditinstitut über ein Girokonto verfügen, über diese neue Möglichkeit schriftlich informiert. Und da man der Kundschaft neue Angebote besonders schmackhaft machen kann, wenn es etwas zu gewinnen gibt, wurde mit der Benachrichtigung auch gleich auf die erstmalige Aktion „Holen Sie sich ihr Weihnachtsgeld zurück“ aufmerksam gemacht: KSK-Kunden, die Einkäufe zwischen dem 20. November und dem 20. Dezember mit der EC- oder Kreditkarte bezahlt hatten, konnten die Rechnungen bei der KSK einreichen. Die Quittungen kamen in einen große Lostrommel. Sieben der 200 Teilnehmer durften sich am Mittwoch freuen. Ihr Rechnungen waren als erste gezogen worden, bis die Ausschüttungsobergrenze von 5000 Euro erreicht war.

Unglück im Glück

Fünf der sieben Gewinner – die beiden anderen waren verhindert – waren persönlich im Beratungscenter Veybach erschienen, um sich die Glückwünsche Beckers abzuholen und die Geldbeträge überweisen zu lassen: Gertrud Dahmen (Gemünd), Petra Krumpen (Schmidtheim), Sabine Brauer (Mahlberg), Steffen Haug (Euskirchen) sowie Sonja und Jürgen Hoff aus Kall.

Die Höchstgrenze pro Gewinner lag bei 1000 Euro, ein wenig Unglück im Glück hatte die Gewinnerin, die nur eine Rechnung in Höhe von 104,95 Euro eingereicht hatte. Sie wurde mit einem Gewinn in gleicher Höhe bedacht und war dennoch selig. Schließlich hatten nun alle das Geld wieder, das sie für Weihnachtseinkäufe in Supermärkten, an der Tankstelle oder auch für Eintrittskarten für Spiele des 1. FC Köln ausgegeben hatten.

Becker hatte auch noch ein paar Tipps für den Umgang mit der aufladbaren Geldkarte parat. Er selbst habe darauf nie mehr als ein Guthaben von 30 Euro. Denn die EC-Karte könne zwar bei Verlust gesperrt werden, das aufgeladene Geld bleibe aber einlösbar. Allerdings derzeit erst bei rund 80 Geschäften oder Automaten querbeet durch alle möglichen Branchen, die im Einzugsgebiet der KSK Euskirchen über entsprechende Lesegeräte verfügten.

„Das ist für ein erst bei uns vor zwei Monaten eingeführtes System zwar ansehnlich, aber natürlich ausbaufähig“, meinte Becker. Der Trend gehe eindeutig hin zu dieser Art der Bezahlung von Kleinstbeträgen. Bis 2015 sollen alle 45 Millionen EC- oder Kreditkarten der Sparkassen mit der „Girogo“-Technologie ausgestattet sein.