29.08.2016
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Kommentar: Viel Vertrauen verschenkt

Kraftwerk-Protest

Rund 120 Gäste verfolgten die Veranstaltung, in deren Verlauf es nicht an Protesten mangelte.

Foto:

Gudrun Klinkhammer

Heimbach -

Die Heimbacher können sich immer noch nicht vorstellen, was da genau vor ihrer Haustüre entstehen soll. Die Zahlen, die ihnen vorgelegt werden, wirken gigantisch, der Eingriff in die Natur ist nicht abschätzbar. Auf der einen Seite wird seitens der planenden Firma Trianel beteuert, wie wichtig der Bau für die zeitgemäße Stromversorgung einzustufen ist. Auf der anderen Seite lässt der Planer die Anlieger des Rursees immer noch im Unklaren, was die Durchsichtigkeit der Pläne und die Auswirkungen des Mammut-Projekts auf die Umgebung angeht.

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Denn die 49 Fragen in einem speziellen Katalog, den die Stadtvertreter ausgearbeitet und Trianel übergeben hatten, wurde größtenteils nicht wirklich beantwortet. So wird zum Beispiel gefragt, wie denn die Ökobilanz aussehen wird. Ein derartiger Bau verbrauche schließlich eine Menge Energie. Die Antwort: „Eine Ökobilanz hält Trianel für dieses Projekt zu diesem Zeitpunkt für verfrüht.“ So geht es seitenweise weiter. Viele Zeilen schwer greifbaren Inhalts werden den Heimbachern da vor Augen geführt. Wer sich, wie die Firma Trianel derzeit, durch eine solch undurchschaubare Taktik derartig viel Vertrauen verscherzt, der braucht sich nicht zu wundern über den erbitterten Widerstand der lokal Betroffenen. Es fehlt noch viel an Transparenz und Offenheit.