24.08.2016
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Mutmaßliche Brandstiftung in Mechernich: Erneut Brand im Flüchtlingsheim

Zum dritten Mal innerhalb von zweieinhalb Monaten hat das selbe Haus in der Asylbewerberunterkunft Elisabethhütte gebrannt.

Zum dritten Mal innerhalb von zweieinhalb Monaten hat das selbe Haus in der Asylbewerberunterkunft Elisabethhütte gebrannt.

Foto:

Thomas Schmitz

Mechernich -

Die Angst geht um in der Asylbewerbersiedlung Elisabethhütte. „Glauben Sie eigentlich, wir können hier noch ruhig schlafen?“, fragte einer der Bewohner, ein Bosnier, der mit seiner Familie in der Asylbewerbersiedlung lebt.

Denn dort hat in der Nacht zu Mittwoch zum vierten Mal innerhalb von zweieinhalb Monaten eines der Häuser gebrannt. In Flammen stand dasselbe Haus wie schon beim ersten und dritten Brand.

Vermutlich Brandstiftung

„Es ist unmenschlich, dass wir jeden Tag auf das verbrannte Haus gucken“, meinte der Bosnier.

Unterstützung bekommt er von Mechernichs Feuerwehrchef Jens Schreiber: „Es ist eine Frechheit, dass die Stadt das Haus immer noch nicht abgerissen hat.“

Die Motivation der Kameraden würde beim Einsatzstichwort „Wohnhausbrand in Elisabethhütte“ merklich sinken. „Dann denkt man sich natürlich, dass Menschenleben in Gefahr sein könnten und macht sich selbstverständlich auf den Weg“, so Schreiber.

Verletzt wurde, wie schon beim Brand in der Nacht zu letzten Donnerstag, niemand. Und wie in der vergangenen Woche geht die Polizei nach ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Das Ermitteln fällt in der Ruine natürlich zusehends schwerer.

Gegen 1.30 Uhr war der Polizei durch einen anonymen Anrufer der Wohnhausbrand gemeldet worden. Ein zweiter Anruf von einem Bewohner der Unterkünfte folgte, beinahe zeitgleich fuhr ein Polizist an dem Gelände vorbei und sah die Rauchwolke.

Die Flammen hätten fünf Meter hoch aus dem Haus geschlagen. Die Feuerwehr hatte den Brand, der diesmal in der hinteren der beiden Wohneinheiten des Hauses ausgebrochen war, schnell unter Kontrolle.

Das erste Feuer in dem Haus, das in der Nacht zu Mittwoch, 4. Dezember, ausgebrochen war, hatte ein psychisch kranker Bewohner gelegt. Vergangenen Donnerstag brannte das Haus erneut, auch diesmal ging die Polizei von Brandstiftung aus.

Dazwischen, in der Nacht zum 12. Dezember, hatte ein weiteres Haus gebrannt. Damals war es aber wohl zu einem technischen Defekt in der Küche einer Unterkunft gekommen.


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