30.08.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Halloween-Fest: Hannibal Lecter und Dämonen
29. October 2012
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Halloween-Fest: Hannibal Lecter und Dämonen

Halloween Satvey

Die Hochzeit dieser Braut ist wohl nicht so gut geendet. 60 Liter Kunstblut wurden auf Burg Satzvey benötigt.

Foto:

Stefanie Ackermann

Mechernich-Satzvey -

Markerschütternde Schreckensschreie hallten am Samstag vor Halloween von den Mauern der Burg Satzvey wider. 40 Darsteller waren als „Erschrecker“ auf dem 40 Hektar großen Gelände unterwegs. Blutige Bräute, ein Kettensägenmann, Menschen-Fleischer und viele weitere düstere Gestalten sorgten abwechselnd für stummes Grauen oder lautes Entsetzen im „Parcours des Schreckens“.

Etwa 60 Liter Kunstblut wurden nach Geheimrezept in zwei großen Kochtöpfen für das Spektakel angerührt. Entsprechend sahen auch die Kulissen im Schlachthaus und im Lazarett aus. Um elf Uhr am Vormittag hatten die Darsteller die Maske betreten , sie verließen sie mit Einbruch der Dunkelheit als Schreckensgestalten. Bleich geschminkte Puppen, rasselnde Werwölfe und dunkle Dämonen bevölkerten den Burghof und den berüchtigten „Parcours des Schreckens“. Dort wurden auch Hartgesottene unter ihrer Schminke bleich.

Operation am offenen Bauch

Im Labyrinth machten die Erschrecker hinter dunklen Ecken ihrem Namen alle Ehre. In aufwendigen Kulissen konnten die Besucher einer Operation am offenen Bauch, durchgeführt von Hannibal Lecter persönlich, beiwohnen. Begleitet wurde das schaurige Schauspiel vom dumpfen Atmen durch die Gasmaske in der letzten Reihe.

Durch den nebligen Tunnel, in dem es unmöglich war, noch die Hand vor Augen zu erkennen, bewegten sich Mutige und Ängstliche geradewegs auf das laute Knattern der Kettensäge zu. Zwischen zwei Schrecken kreuzten schließlich immer wieder diverse Untote den Weg, im Gegensatz zum Großteil der Parcours-Teilnehmer ganz ohne Berührungsängste.

Verantwortlich für den Spuk zeichnete Patricia Gräfin Beissel von Gymnich. Zusammen mit den „Rittern der Burg Satzvey“ unter der Teamleitung von Thorsten „Loki“ Loock hatte sie Ende September begonnen, das bisherige Konzept des Halloween-Festes auf der Burg zu überarbeiten. Mehr grausig kostümierte Darsteller, ein Dracula-Stück mit Feuertanz und Akrobatik sowie eine gruselfreie Kinderbetreuung gehörten in diesem Jahr erstmals zum Programm. Außerdem wurde die Burg in ein neues Licht getaucht. Mit LED-Leuchten, vorwiegend in Rot und Grün, entstanden an den an Bäumen und Gemäuern ganze Szenenbilder.

Selbstverständlich hatte die Gräfin die Gruseleffekte mit ihrem Team persönlich getestet. Trotzdem blieb auch sie nicht von Schreckensmomenten verschont. „Für viele Leute ist es natürlich ein Anreiz, die Veranstalterin selbst zu erschrecken“, erzählte sie.

Selbst sie dürfte ihre Schwierigkeiten gehabt haben, die Darsteller von den Besuchern zu unterscheiden, die ebenfalls in kunstvollen Kostümen und fantasievoll geschminkt die Nacht unsicher machten.

Nervennahrung war zur Genüge vorhanden, und zwar in Form von Satansbraten, Ritterspießen, Höllengebräu und Hexenblut. Seinen Abschluss fand der Abend der langen Gruselparty im Bourbonensälen.

Das Halloween-Fest findet ein zweites Mal am Mittwoch, 31. Oktober, statt. Mit rund 4000 Besuchern erwartet die Veranstalterin zu Halloween sogar noch mehr Gäste als am vergangenen Samstag. Einlass ist an diesem Abend ab 18 Uhr.