28.08.2016
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Tiere mussten eingeschläfert werden: Katzen in Nettersheim vergiftet

Symbolbild.

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dpa

Nettersheim-Engelgau -

Im Kreis Euskirchen ist es erneut zu einem Akt der Tierquälerei gekommen. Ein Unbekannter hat über die vergangenen drei Wochen von Mai bis Juni zwei Katzen vergiftet. Vermutlich wurden im Bereich der Himbergstraße in Nettersheim-Engelgau gezielt Giftköder ausgelegt, welche die Tiere gefressen haben.

Das 75-jährige Frauchen erstattete am vergangenen Freitag Anzeige bei der Polizei. Sie gab an, dass ihre beiden Katzen nach dem Auslauf mit starken Schmerzen zurück nach Hause gekommen waren. Sofort suchte die beunruhigte Frau den Tierarzt auf. Das Stadium der Vergiftung war jedoch schon zu weit fortgeschritten, der Arzt konnte nur noch die Art der Vergiftung feststellen. Beide Tiere mussten im Anschluss eingeschläfert werden.

Katze mit Schrot beschossen

In Großbüllesheim war es bereits im April zu einem entsetzlichen Vorfall gekommen. Ein Unbekannter hatte mit einem Gewehr auf eine Katze geschossen und schwer verletzt. Das Tier überlebte, mehrere Schrotkugeln saßen allerdings so ungünstig, dass sie auch operativ nicht entfernt werden konnten.

Im Zuge der Recherchen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ kam zudem heraus, dass die behandelnde Tierärztin in den vergangenen eineinhalb Jahren alleine 13 Katzen aus Großbüllesheim behandelt habe, die angeschossen worden seien. Sie glaubt, dass in dem Euskirchener Ortsteil bewusst jemand Jagd auf Katzen macht.

Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass diese Taten in irgendeiner Verbindung miteinander stehen. (jv)