26.09.2016
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Pumpspeicherkraftwerk am Rursee : Initiative befürchtet neuen Anlauf

Das Thema Pumpspeicherkraftwerk am Rursee ist vom Tisch.

Das Thema Pumpspeicherkraftwerk am Rursee ist vom Tisch.

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Gudrun Klinkhammer

Heimbach -

Die Bürgerinitiative (BI) „Rettet den Rursee“ wird wieder aktiv.

Die Gruppierung, der sich im Internet inzwischen 3092 Bürger angeschlossen haben, hat sich in den vergangenen beiden Jahren erfolgreich gegen den Plan der Landesregierung und der Firma Trianel gewehrt, am Rursee ein Pumpspeicherkraftwerk zu errichten.

„Bevölkerung wird ausgegrenzt“

Nun ruft „Rettet den Rursee“ dazu auf, dem neuen Entwurf des Landesentwicklungsplans (LEP) der Landesregierung bis zum 28. Februar zu widersprechen.

Wie Christoph Pranter, Sprecher der BI, sagt, sieht der neue LEP vor, dass künftig alle Talsperren in Nordrhein-Westfalen zur Energiegewinnung genutzt werden können. Pranter: „Damit versucht die Landesregierung, die Pumpspeichernutzung des Rursees und weiterer Talsperren nun über Gesetze und Verordnungen und gegen den erklärten Willen der Bürger durchzusetzen.“ Im LEP-Entwurf sollen zudem alle Forstflächen und Wälder für die Windkraftnutzung freigegeben werden.

Auch soll die Förderung und Entwicklung kleiner Gemeinden unter 2000 Einwohner langfristig beschränkt werden. Pranter: „Der LEP will die Menschen in zentrale Orte zwingen, die kleinen dörflichen Strukturen der Eifel sollen längerfristig aufgegeben werden.“

Damit, so Pranter weiter, würden nicht die Bedürfnisse der Menschen in ländlichen Gebieten berücksichtigt, sondern gewachsene Strukturen angegriffen: „Die Bevölkerung der ländlichen Regionen wird von weiterer Entwicklung ausgegrenzt und die Natur zur energie-industriellen Nutzung freigegeben.“ (gkli)