25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Stadtmarketing: SLE-Fest als Aufbruchsignal
04. March 2013
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Stadtmarketing: SLE-Fest als Aufbruchsignal

SLE-Kennzeichen

Sebastian Pelzer (links) und Elmar Scholzen mit einem der neuen SLE-Kennzeichen.

Foto:

Franz-Albert Heinen

Schleiden -

So etwas wie Aufbruchstimmung wird aktuell in Schleiden spürbar. Zum Teil sind das kleine Impulse wie das „SLE-Fest“ zur Feier der Wiederkehr des alten Schleidener Autokennzeichens, das am Sonntag, 17. März, stattfindet. Auch scheint die in Kürze beginnende Masterplan-Entwicklung noch mal so etwas wie einen Ruck in der Stadt auszulösen. Davon sind auch die rund 70 Betriebe erfasst, die sich im Handwerker- und Gewerbeverein (HGV) zusammengeschlossen haben. Da sind schon vielfältige Diskussionen im Gange, in welche Richtung die Stadt entwickelt werden könnte.

Zu einem gesunden kommunalen Wesen gehört auch so etwas wie ein Bewusstsein der Zugehörigkeit. Und vielleicht auch ein gemeinsames Signum als Ausdruck eigener Identität. Wie wichtig solche Gefühle den Menschen sind, zeigt sich seit Wochen am Andrang beim Straßenverkehrsamt, seit die alten SLE-Kennzeichen wieder zugelassen sind. 338 SLE-Kennzeichen wurden schon wieder ausgegeben, zahllose weitere sind bereits reserviert. Am Montagmorgen beispielsweise waren auf den wenigen Stellplätzen vor dem Markt bereits mehr SLE-Kennzeichen zu sehen als EU-Schilder. Die Wiederkehr des SLE-Schildes wollen auch die Schleidener Kaufleute gemeinsam mit ihren Kunden beim ohnehin verkaufsoffenen Sonntag am 17. März in der Innenstadt feiern. Der HGV-Vorsitzende Sebastian Pelzer und sein Stellvertreter Elmar Scholzen präsentierten jetzt das Programm.

Zulassung am Sonntag

Dabei spielt auch das Straßenverkehrsamt mit. Ganz bequem kann man sonntags mitten in der Stadt für seinen Wagen das SLE-Kennzeichen zulassen. Jedenfalls dann, wenn man den Kfz-Brief vorweisen kann. Selbst der Schilderdienst steht mit einem Kurier parat. An dem Tag wird die Zulassungsstelle in den Räumen der VR-Bank zu finden sein. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die Sleidanias, deren Bandname Programm ist in Sachen SLE. Geplant ist auch ein Oldtimer-Treffen für Fahrzeuge, die seit den 1970er Jahren ununterbrochen mit einem SLE-Kennzeichen durch die Eifel gerollt sind.

Wie Pelzer berichtete, gibt es davon eine erstaunlich hohe Anzahl: Über tausend, was unter Umständen ein imposantes Bild in der Innenstadt ergeben könnte, wenn sie alle kommen. Der Halter desjenigen Fahrzeugs, das mit der ältesten SLE-Zulassung zum Treffen kommt, gewinnt einen Ballonflug für zwei Personen über die Eifel. Weitere Preise im Wert von bis zu 250 Euro sind bei einer Verlosung unter allen Teilnehmern des Oldie-Treffs zu gewinnen.

Darüber hinaus will der HGV sich im Masterplan-Verfahren einbringen. Immerhin sind es – neben anderen Ursachen – auch die Rahmenbedingungen in der Stadtmitte, die den dort angesiedelten Unternehmen das Leben schwermachen. Die Geschäfte haben in erster Linie das Bestreben, wieder Betrieb in die Stadtmitte zu bekommen. Eine Kernvoraussetzung dafür ist ihrer Ansicht nach, dass wieder Fahrzeugverkehr an dem überdimensionierten Platz „Am Markt“ zugelassen wird. Wenigstens eine überschaubare Anzahl an Stellplätzen sollte der „Markt“ bieten.

Versteckte Geschäfte

Teilweise sind es auch kleinere Wünsche. So verstecken sich die Geschäfte auf der Nordseite des Platzes hinter Arkaden, wo sie buchstäblich im Schatten liegen, auch und gerade wenn die Sonne scheint. Diese aus heutiger Sicht baulich missliche Lage wurde noch dadurch verschlechtert, dass bei der letzten Sanierung Bäume vor die Schaufenster gepflanzt wurden, wo sie eher stören als nutzen. Statt dessen gehörten beispielsweise Blumen in die Stadt, um Farbe ins Grau zu bringen.

Aber auch die Straße „Am Driesch“ zwischen den Olefbrücken sollte in jeder Beziehung aufgewertet werden. Zugleich müsste das optische Erscheinungsbild der Stadt herausgeputzt werden, um wieder für Einheimische und Besucher gleichermaßen einladend zu wirken. Sebastian Pelzer und Elmar Scholzen im Gleichklang: „Die Stadt muss sauberer werden.“