28.08.2016
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Sparkurs: SPD will hauptamtliche Wehrkraft

Feuerwehr Weilerswist

Die Feuerwehr Weilerswist, hier im Einsatz bei einem Brand in Metternich im Mai 2012.

Foto:

Thomas Schmitz

Weilerswist -

Die Weilerswister SPD-Fraktion hat in ihren Haushaltsberatungen einige Spar- und Verbesserungsvorschläge für den Etat 2013 erarbeitet. Ganz große Veränderung am Etatentwurf des Bürgermeisters gab es erwartungsgemäß nicht, teilte SPD-Fraktionschef Andreas Schulte jetzt mit. Wie es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten heißt, habe man sich aber umso intensiver mit einigen speziellen Themen auseinandergesetzt, zu denen man in den kommenden Ausschusssitzungen auch konkrete Anträge stellen will.

So setzt sich die SPD dafür ein, für die Feuerwehr eine hauptamtliche Stelle zu schaffen, um die Einsatzfähigkeit auf hohem Niveau langfristig sicherzustellen. Denkbar sei, die Stelle für den technischen und den verwaltungsinternen Bereich der Feuerwehr zu teilen. Im Endeffekt soll aber Bürgermeister Schlösser in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr selbst festlegen, in welchem Bereich der Bedarf am größten ist.

Sparen will die SPD unter anderem durch einen papierlosen Sitzungsdienst, wie ihn der Kreis Euskirchen bereits eingeführt habe. Dies diene auch der Modernisierung der Verwaltungsarbeit.

Keine Standardgräber

Im Bereich der Bestattungen möchte die SPD den Bürgerservice verbessern und gleichzeitig die Kosten reduzieren. „Immer mehr Menschen wollen keine pflegeintensiven Standardgräber mehr“, so die Genossen, die sich dafür einsetzen, das Angebot im Bestattungsbereich der Nachfrage anzupassen. Der Bürgermeister soll nun prüfen, ob man in Weilerswist einen Bestattungswald oder ein Aschestreufeld einrichten kann. „Langfristig müssen die Kosten im Bestattungswesen gesenkt werden, wenn man den Bürgern keine Gebührenerhöhung zumuten will“, meint Andreas Schulte.

Die Sozialdemokraten setzen sich zudem dafür ein, dass ein Großteil des Geldes, das die Gemeinde durch die Übertragung der kommunalen Kindergärten an das Deutsche Rote Kreuz eingespart hat, möglichst schnell wieder den Betreuungseinrichtungen zugutekommt. Die Genossen erinnern daran, dass beschlossen worden war, 75 Prozent der gesparten Kosten an die Kindergärten zurückfließen zu lassen: „Allein für das zweite Halbjahr müssten fast 50.000 Euro zur Verfügung stehen.“

Nicht zuletzt hat die SPD auch bei sich selbst gespart. „Jede Fraktion erhält Zuschüsse der Gemeinde, insgesamt über 10.000 Euro pro Jahr“, führt Andreas Schulte aus. Die SPD hat nun die Hälfte der Zuschüsse aus dem Jahr 2012 an die Gemeinde zurückgezahlt. Andreas Schulte: „Wenn man wirklich sparen will, dann kann man das mit einfachen Mitteln auch erreichen.“