Region
Nachrichten, Berichte und Videos aus dem Kölner Umland

Vorlesen
0 Kommentare

Heimatklänge: Mit frittiertem Fuß auf die Festivalbühne

Erstellt
Drucken per Mail
Heimatklänge-Festival
Letzte Besprechungen bevor das Heimatklänge-Festival startet. (Bild: Jens Höhner)
Siegburg

Kurz nach 15.30 Uhr ist es, als an diesem Freitagnachmittag zum ersten Mal so etwas wie Musik durch den „Kubana Live Club“ hallt. Einfache Rhythmen sind es, die Jeroen Koopman (23) auf die Trommeln schlägt, erst Bass, dann Snare Drum, zuletzt prasseln die Hi-Hats. „Soundcheck“ heißt das monotone Getöse im Kellerklub. Und für Christian Leinweber bedeutet dies: Alles wird gut. Denn das Schlagzeug ist erst vor wenigen Minuten geliefert worden, mehrere Musiker werden es an diesem Abend bearbeiten.

Zum ersten Mal bringt der „Rhein-Sieg-Anzeiger“ Bands aus der Region auf die Bühne. „Heimatklänge“ heißt die Serie in der Zeitung – und so heißt nun auch das Festival auf der Bühne. Leinweber (40) ist Autor und musikalischer Leiter des Spektakels. „Wir liegen super in der Zeit“, stellt er zufrieden fest und macht später einen Haken auf seinen Zettel: Alle Bands sind endlich an Bord.

So auch die Combo „Johnny Handsome“, die ihre Wurzeln in Siegburg und Ratingen hat. Doch Sänger Tobias Schenkel kommt auf Krücken in den Konzertsaal. Bei Reinigungsarbeiten in einer Küche habe er sich den Fuß frittiert, sagt der 23-Jährige und will weiter nichts verraten – außer: „Das ist kein Scherz: Ich habe mir den Fuß wirklich frittiert.“ An diesem Abend absolviert er seinen Auftritt auf einem Barhocker – ein gelähmter Derwisch, der ansonsten für seine formidablen Kapriolen im Rampenlicht bekannt ist. Da „Johnny Handsome“, einst übrigens Gewinner des „Muchstock“-Bandwettbewerbs, viele Fans erwarten, hat die Gruppe ihr „Heimatklänge“-Set vornehmlich mit neuen Nummern bestückt, die bald auf dem Album „The Movie“ zu hören sind und die noch keiner kennt. „Die Platte erscheint spätestens im April“, kündigt Gitarrist Philipp Robien (23) an. Die Jungs von „Come Crashing Down“ aus Troisdorf sind da schon einen Schritt weiter: Sie feiern am Festivalabend die Veröffentlichung ihres ersten Langspielers „Of Sacredness and Profanity“.

Große Vielfalt

„Früh aufstehen“ heißt es im Bandjargon, wenn der Soundcheckfür den eher jüngeren Nachmittag angesagt ist. Und während „Come Crashing Down“-Schlagzeuger Koopman sein Instrument warmspielt, freut sich Gitarrist Andreas Käkel (25) auf den bevorstehenden Auftritt: „So können wir uns auch den Fans anderer Bands vorstellen, ein anderes Publikum bedienen und Werbung machen“, schildert der Musiker und erklärt, wie die Band ihre Stücke für den Auftritt im „Kubana“ ausgewählt hat: „Wir fangen gemächlich an und hauen den Leuten nicht gleich volle Möhre auf die Ohren.“

Dass der gute Ton gewahrt bleibt, ist die Aufgabe von Reinold Melles (45), dem Mann am Mischpult. Zwischen Strippenziehen, Kabelvertäuen und Steckerstöpseln hat der Techniker wenig Zeit, hochkonzentriert ist er bei der Sache. „Die größte Herausforderung bei so einem Festivals ist es, sich auf die verschiedenen Stile der Bands einzustellen“, berichtet er. „Und da wir am Pult alles manuell machen und jeden einzelnen Knopf von Hand bedienen, ist das viel Arbeit.“ Und die ist erst gegen Mitternacht getan, als „Dead Man’s Eyes“ aus Königswinter als letzte Band die Bühne verlassen. Die Eröffnung indes obliegt den gestandenen Kräften von „Antweiler, Graf & Co.“, die akustisch, also ohne Verstecker und anderes Technikgedöns, auskommen und Mundartstücke darbieten. „Von einer solchen Vielfalt lebt ein regionales Festival“, weiß Moderator Sebastian Messerschmidt (28), der für den „Kölner Stadt-Anzeiger“ durch den Wettbewerb „Köln rockt“ führt und sich nun auf einen entspannten Musikabend freut: „Denn hier muss ich keine Gewinner verkünden, das ist angenehm.“ In der Tat: Die Stimmung ist locker, die Bands kennen sich. Man plaudert, teilt sich die Technik und eben auch das Schlagzeug. Und als das endlich steht, atmet Festival-Chef Leinweber auf. www.ksta.de/rsa-bilder www.ksta.de/rsa-heimatklaenge

Ausführliche Berichte zum „Heimatklänge-Festival“ lesen Sie am Montag im „Rhein-Sieg-Anzeiger“.

Auch interessant
Laga 2014
Landesgartenschau
Blühende Tulpen auf der Römerbastion.

Alle Informationen rund um die Landesgartenschau 2014 in Zülpich gibt es hier.

Routen zum Nachwandern
Effizient und multimedial ins neue Modelljahr
Anzeige
Toyota Verso

Zahlreiche neue Funktionen des Toyota Touch2&Go Navigationssystem.

Blitzer Region
Tempo-Messstellen
Radarkontrolle

Wir zeigen die Blitzer-Standorte im Rhein-Erft-Kreis, in Rhein-Sieg, Rhein-Berg, Leverkusen und im Kreis Euskirchen.

neunkw.de - Die Energiewende im Rheinland
FACEBOOK
Nachwuchs-Autoren

Szene, Lifestyle, Trends, coole Events: Schüler, Studenten und Auszubildende schreiben für junge Leute.

Anzeige

Mercedes-Benz Niederlassung Köln Leverkusen informiert über neue Modelle und Serviceangebote.

Videos
Unsere Sonderveröffentlichungen
Kleinanzeigen
Aktion
Hedwig Neven DuMont

Die Aktion „wir helfen“ widmet sich dem Thema Bildung für Kinder und Jugendliche. Wir bitten um Spenden.

Aktion

Wie entsteht eine Zeitung? Zeitung in der Schule ist die große Bildungsinitiative des Verlags M. DuMont Schauberg.

ipad
Tablet-Ausgabe

Jetzt noch lokaler und umfangreicher: Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ für das Tablet lädt zur Erlebnisreise durch die Themen des Tages ein. Jetzt 20 Tage lang gratis testen!