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Interview mit Jürgen Drews: „Zuerst kommt meine Frau“

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Tanzbrunnen Frechen
Der König von Mallorca, Jürgen Drews, tritt am 30. April in Frechen auf.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Herr Drews, wie kommt es, dass Sie in Frechen gemeinsam mit Chris Roberts auftreten?

JÜRGEN DREWS: Dass Chris Roberts auch kommt, wusste ich noch gar nicht. Dann möchte ich die Besucher darauf einstellen, dass ich nicht so viele Schlager singen werde. Ich will mit den Leuten feiern. Es wird den „König von Mallorca“ geben und viele andere Hits.

Im König von Mallorca singen Sie „Ich hab zwar einen an der Krone, aber das ist mir scheißegal“. Ist das Ihre Einstellung?

DREWS: Das ist ja eine Metapher. Ich gehe privat nicht auf Partys, ich trinke kein Bier, ich war noch nie mit Jungs abends an einer Bar. Ich habe mich immer nur um die Frauen gekümmert, das liegt mir mehr.

Frauen und Musik...

DREWS: Ja, zuerst kommt meine Frau, dann kommt die Musik, dann kommt eine ganze Zeit lang gar nichts.

Ist es schwer, monogam zu leben, wenn man ständig auf Partys der König ist und Mädels Autogramme in den Ausschnitt kritzelt?

DREWS: Jahrzehntelang ging das für mich gar nicht. Ich komme aus der Flower-Power-Generation. Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment - nach solchen Sprüchen habe ich damals gelebt. Die Les Humphries Singers, für die ich Anfang der 70er fünf Jahre lang gesungen habe und mit denen wir jetzt unser Comeback feiern, sind aus der Woodstock-Bewegung entstanden. Ich hatte damals mal fünf Freundinnen in fünf Städten. War die stressigste Zeit in meinem Leben, aber schön.

Sie haben kürzlich gesagt: Noch ein großer Hit, dann würden Sie kürzertreten, Sie hätten nicht mehr so viel Kraft. Stimmt das?

DREWS: Da muss was falsch rübergekommen sein. Ich mache bei den Partys auf Mallorca regelmäßig Stage-Diving und bin fit für zweieinhalb Stunden auf der Bühne. Ich habe gesagt: Ich will mal wieder einen großen Hit haben, und zwar im Partybereich und im Schlagerbereich. Und: Ich will wieder in die großen Hallen.

Warum? Weil das Tingeln durch die Schuppen und die Auftritte auf Mallorca auf Dauer nerven?

DREWS: Auf Mallorca spiele ich ja vor 3500 Leuten, das ist geil. Es ist so, dass ich immer neue Sachen machen will, Pop, eine Tour mit den Humphries Singers, mit denen wir damals über 40 Millionen Platten verkauft haben.

Macht Erfolg eigentlich süchtig?

DREWS: Definitiv. Es gibt nichts Geileres, als vor einem Party-Publikum auf der Bühne zu stehen und zu singen. Wenn du mit deinem großen Hobby gutes Geld verdienst, was gibt es Besseres?

Ist es nicht manchmal seltsam, mit 64 Jahren vor partywütigen Jugendlichen zu spielen?

DREWS: Ich liebe die Jugend, die sind flexibler, spontaner, schneller. Ich war gerade in Österreich, da waren nur 18-Jährige. Die wissen, was Party heißt. Ich bin selber auch gern spontan. In Deutschland hat es in Sachen Party zum Glück vor drei Jahren bei der Fußball-WM einen Paradigmenwechsel gegeben. In allen Stadien wurden Partys gefeiert. Plötzlich wurde unsere Partymusik hoffähig.

Hat Ihnen das Genugtuung verschafft?

DREWS: Es ist schön, dass die Leute ungezwungener werden. Deutschland ist ernst, Party zu feiern nicht. Bei einigen Sendern war ich nach dem König von Mallorca persona non grata, bis die mitbekommen haben, dass das eine Persiflage ist: Der nimmt sich nicht ernst, der nimmt den Song nicht ernst, die Leute, die da feiern, nehmen das auch nicht ernst.

Wie viele Gummikronen besitzen Sie eigentlich?

DREWS: Gar keine mehr, die letzte habe ich vor zwei Jahren einem Mädel aufgesetzt. Davor waren es 400 oder 500, die habe ich alle in einem Kölner Karnevalsgeschäft gekauft.

Ihre Königsfelle - aus Hermelin? Oder können wir die Tierschützer beruhigen?

DREWS:Definitiv mussten für die Felle keine Tiere sterben. Mich hat mal eine Jägerin gefragt, ob ich sie zur Jagd begleite, mich hat's geschaudert.

Wir kommen nicht umhin: Mit wie vielen Frauen waren Sie schon im Kornfeld?

DREWS: Ich habe das mal probiert. Es war mies. Es juckt, man braucht Insektenspray, und so ein Spray ist ein Liebestöter.

Das Gespräch

führt Uli Kreikebaum

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