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Kindergärten: Hausaufgaben bestens erledigt

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Familienzentrum Blankenheim
Das Familienzentrum würde die Räume im Obergeschoss gerne benutzen, aus brandschutztechnischen Gründen ist dies aber untersagt. (Bild: Puderbach)
Blankenheim

Die Eltern in Blankenheim können aufatmen: Im kommenden Jahr muss an der Oberahr kein Kindergarten geschlossen werden. Außerdem werden überdurchschnittlich viele Plätze für zweijährige Kinder angeboten, weil die Nachfrage enorm groß ist. Jedes dreijährige Kind wird einen Platz bekommen, bei den Zweijährigen mussten einige Absagen erteilt werden.

Im Ausschuss für Generationen stellte sich zunächst Andrea Galitz vor, die neue Leiterin des Familienzentrums in Blankenheim. „Ich bin vor dreieinhalb Jahren mit meinem Mann und meinem Kind aus Kalifornien nach Blankenheim gekommen“, berichtete die Diplom-Pädagogin. Mittlerweile habe sie noch einmal Nachwuchs bekommen, „ein echtes Lommersdorfer Kind“. In den USA habe sie ein Frühförderzentrum geleitet, in Deutschland zuletzt eine Familienbildungsstätte.

Andrea Galitz
Diplom-Pädagogin Andrea Galitz (Bild: Puderbach)

Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), das die fünf Kindergärten in der Gemeinde betreibt, werde nach den Methoden der Reggio-Pädagogik gearbeitet, so Galitz. Grundsätze dieser Pädagogik sind ein humanistisches Menschenbild und ein demokratisches Gesellschaftssystem. So gibt es zum Beispiel ein Kinderparlament, das mitentscheidet, wie ein Tag verläuft. Eine wichtige Rolle spielen die „sprechenden Wände“ mit den vielen Fotos, zum Beispiel von Ausflügen.

Im Familienzentrum habe sie, so Galitz weiter, beispielsweise eine Eltern-Kind-Gruppe eingeführt und einen Kindergartenchor gegründet. Die finanzielle Situation sei so, dass sie den Eltern auch mal einen Kaffee anbieten könne. Zusätzliche Einnahmen habe man etwa durch einen Basar erwirtschaftet. Die Leiterin hat aber noch viel mehr vor: „Da man mit Vätern aber nicht unbedingt Laternen basteln kann, möchte ich zum Beispiel einen Waveboard-Kursus anbieten“, erklärte sie.

Im Familienzentrum arbeiten vier Erzieher, zwei Kinderpflegerinnen, zwei Therapeutinnen und eine Köchin. „Wir platzen aus allen Nähten“, berichtete Rolf Klöcker, Geschäftsführer des DRK. Man würde gerne weitere Kurse anbieten, doch man dürfe aus Brandschutzgründen das Obergeschoss des Familienzentrums nicht benutzen. Seine Bitte an die Politik lautete deshalb: Man möge einen Umbau des Gebäudes ermöglichen.

Anschließend berichtete Klöcker über die Belegungszahlen im kommenden Kindergartenjahr: Die Einrichtung in Blankenheim werden 34 Kinder besuchen, davon sind sechs jünger als drei Jahre. „In Blankenheimerdorf haben wir zu unserer großen Überraschung 19 Anmeldungen, davon sind vier Kinder noch keine drei Jahre alt“, so der DRK-Mann. Eine Schließung dieses Kindergartens, wie sie immer wieder befürchtet wird, steht also nicht zur Debatte. In Dollendorf wird es künftig sogar zwei statt bisher 1,5 Gruppen geben, weil 43 Anmeldungen vorliegen. Dafür gibt es in Lommersdorf nur noch eine Gruppe mit 22 Kindern.

In Mülheim mit 20 Anmeldungen und in Ripsdorf mit 46 Kindern gibt es nur geringfügige Veränderungen. Im katholischen Kindergarten, der wegen der Bauarbeiten in Hülchrath vorübergehend in die ehemalige Grundschule nach Lommersdorf umgezogen ist, liegen 47 Anmeldungen vor.

Der Ausschuss freute sich darüber, dass es in diesem Jahr keine Hiobsbotschaften gibt. Den Grund dafür wusste Alois Hermes von der Kreisverwaltung: „Einen Ausbaustand für die Betreuung von unter Dreijährigen wie in Blankenheim haben wir im ganzen Kreis nicht.“ Rund 55 Prozent dieser Altersgruppe werde einen Kindergarten besuchen. Eine so hohe Quote sei für den Kreis eigentlich erst für die kommenden Jahre geplant. „Bezahlt wird dies über die Kreisumlage“, sagte der Kreisjugendpfleger. Die Zahl der älteren Kinder entspreche hingegen fast exakt der Vorhersage. Hermes: „Vor drei Jahren haben wir eine Zahl von 207 prognostiziert, jetzt sind es genau 200.“

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