29.08.2016
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Balkantrasse: Spendierte Schnaufpause

Bürgermeister Stefan Caplan (links) und Geschäftsmann Hans Dieter Claas an Bank Nummer 205.

Bürgermeister Stefan Caplan (links) und Geschäftsmann Hans Dieter Claas an Bank Nummer 205.

Foto:

Britta Berg

Burscheid -

Wer wandert, den Hund ausführt oder Rad fährt, freut sich auf langer Strecke über eine Sitzmöglichkeit. Verschnaufen und die Aussicht genießen können die Nutzer der Balkantrasse nun auf einer neuen Sitzbank in Rötzinghofen. „Das hier ist der schönste Platz an der Strecke“, betonte Bürgermeister Stefan Caplan beim Pressetermin am Dienstagmorgen.


Wetterunabhängige Aussicht


Probesitzen war aufgrund des Regens nicht möglich, aber die Aussicht ist ja wetterunabhängig. Vor den Sitzenden liegt das junge Wohngebiet Rötzinghofen, genauer die Egger Straße. Hinter der Böschung gibt es allerlei Neubauten samt Gärten zu entdecken. In entgegengesetzter Richtung erstreckt sich eine grüne Wiese, dahinter eine Häuserreihe. In einem dieser Häuser wohnt Hans Dieter Claas.


Der Geschäftsführer des gleichnamigen Burscheider Autohauses hat die Sitzgelegenheit gespendet. „Ich bin oft hier unterwegs, zu Fuß oder mit dem Rad“, erzählte Claas. Als die Stadtverwaltung im Frühjahr Burscheider Bürger und Firmen gebeten hatte, Bänke für den Panorama-Radweg Balkantrasse zu spenden, zögerte der Autohauschef nicht lange. Einziges Ärgernis: Mehrfach schon sei die Bank beschmiert worden. Die jüngsten Filzstiftspuren hat Claas für den Pressetermin schon wieder entfernen lassen. Im März konnte Bürgermeister Caplan in der Ortschaft Dierath zum ersten Mal eine gespendete Sitzgelegenheit einweihen. Seine Bitte um weitere Spenden wurde erhört. „Wir haben direkt mehrere Rückmeldungen bekommen, das ging ganz schnell“, erinnerte sich Caplan an die erfolgreiche Suche nach Gönnern. Rund 400 Euro kostet eine Bank.


Fünf weitere Exemplare werden in den kommenden Wochen am Radweg und in der Ortschaft Eschhausen aufgestellt. Spender sind die Familie Steffens vom Hotel-Restaurant „Zur Heide“ in Hilgen, Fischfeinkost Jörg Hoppe aus Burscheid, sowie die Hilgener Sven Meister und Dorothea Schostek. Familie Fromm aus Schönkirchen bei Kiel hat der Stadt ebenfalls eine Bank spendiert, um an ihre verstorbene Mutter zu erinnern, die in Burscheid lebte.


Originelle Geschenkidee


„So eine öffentliche Sitzbank ist nicht nur eine originelle Geschenk-Idee mit Mehrwert, sondern sie entlastet auch den städtischen Haushalt“, so Stefan Caplan. Die neue Bank in Rötzinghofen ist aus Holz gefertigt, mit einer Rückenlehne versehen und mit Bodenankern tief im Erdreich einbetoniert. Ein Papierkorb steht direkt neben der Sitzgelegenheit.


Auf jeder neuen Bank wird ein Schild mit dem Namen des Spenders montiert. Hinzu kommt eine Nummer – im Fall der Claas’schen Bank ist es die 205. Alle Bänke in Burscheid seien nummeriert, erläuterte der Bürgermeister. Nummern und Standorte seien den Rettungsdiensten bekannt, so dass bei einem medizinischen Notfall im Wald oder eben an der Balkantrasse der Weg zum Patienten schnell gefunden wird.


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