25.08.2016
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Dachstuhlbrand: Bewohner konnten sich selbst retten

Der Dachstuhl des Hauses brannte völlig aus.

Der Dachstuhl des Hauses brannte völlig aus.

Foto:

Ralf Krieger

Leichlingen-Kradenpuhl -

Ein Feuer zerstörte in Leichlingen-Kradenpuhl den  Dachstuhl eines großen Einfamilienhauses. Verletzt wurde niemand, in dem Haus hielten sich vier Personen auf, die sich alle retteten. Ob das Haus wegen des vielen Löschwassers später wieder bewohnbar sein wird, war am morgen noch nicht abzuschätzen.  Die Ursache des Brandes in der 1a-Wohnlage in Leichlingens Norden war am morgen vor Ort noch nicht bekannt. Ein Feuerwehrsprecher sagte, dass  der Dachstuhl des rot verklinkerten Hauses Kradenpuhl 17 lichterloh gebrannt habe, als die Feuerwehr um kurz vor 5 Uhr an dem Hanggrundstück anrückte. Nach und nach zog die Wehrleitung 50 Feuerwehrmänner zum Brand nach. In ganz Kradenpuhl standen Feuerwehrwagen, die Straße lag voller Schläuche. Selbst  nach einer Stunde qualmte es noch kräftig aus dem Gerippe des Dachstuhls. Eine Rauchfahne zog am Hang durch das Wuppertal, noch kilometerweit entfernt war der Brand zu riechen. Die Feuerwehr löschte von einem Leiterwagen  und bald drangen  Männer ins Haus vor, die holten laut Feuerwehrsprecher einige Wertsachen und Gemälde aus dem brennenden Haus heraus. Später trat ein neues Problem auf: Die dicke Schicht Dämmmaterial des Hauses hatte sich mit Löschwasser vollgesogen und wurde so sehr schwer, die Feuerwehrmänner mussten auf die Statik achten.  Weil es im Haus noch länger schwelte ließ der Einsatzleiter, der  Wehrleiter Hillbrenner, einen Schaumkanone bereit machen.

Neben dem Brandhaus wohnt Bürgermeister Ernst Müller. Er hatte eine kurze Nacht. Er berichtete: „Es hat um halb 5 zweimal geklingelt, ich bin an die Tür gegangen aber keiner  war da. Ich  habe um die Hausecke geguckt, da schlugen die Flammen aus dem Dach.“ Müller stand, wie einige andere Nachbarn auch, auf der Straße und machte sich ein Bild von der Arbeit der freiwilligen Feuerwehr Leichlingens. „Ich habe den Eindruck, die machen das sehr ordentlich“, sagte der Nachbar Müller mit schief gelegener Frisur.

Weil die dicke Dämmschicht und Verkleidungen von Balken verhinderten, dass die Feuerwehr an die schwelenden Brandstellen herankam, organisierte der Wehrleiter kurz vor 8 Uhr einen Teleskopbagger, mit dem der Weg zu den Brandnestern freigeräumt wurde.