24.08.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Feuerwehr: Rakete entzündet Hauseingang

Vermutlich durch einen Feuerwerkskörper ist das Vordach dieses Wohnhauses am Kuhlenweg in Brand gesetzt worden.

Vermutlich durch einen Feuerwerkskörper ist das Vordach dieses Wohnhauses am Kuhlenweg in Brand gesetzt worden.

Foto:

Britta Berg

Rhein-Berg -

Das Silvesterfeuerwerk ließ die Feuerwehr Leichlingen nicht ungestört: Das Jahr war 100 Minuten alt, da wurden die Freiwilligen zu einem brennenden Haus am Kuhlenweg gerufen. Vermutlich durch eine Rakete hatte das Vordach eines Einfamilienhauses in der Witzheldener Ortschaft Feuer gefangen. Ein Bewohner und ein Nachbar versuchten, die Flammen zu ersticken. Bei ihren Löschversuchen verletzten sich aber beide, so dass sie vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Die Feuerwehr rückte vorsorglich mit 45 Einsatzkräften aus drei Löschzügen an, um ein weiteres Übergreifen des Brandes von einem Carport auf die Wohnräume zu verhindern. Ein angrenzendes Gäste-WC und die Eingangstüre wurden beschädigt. Die Hitze war so stark, dass am Nachbarhaus die Rollläden schmolzen. Mit der Wärmebildkamera wurde das Haus nach den Löscharbeiten nach versteckten Glutnestern abgesucht, bevor die Wehr gegen 3.30 Uhr abrücken konnte.

Im Kreisgebiet kam es in der Silvesternacht in fünf Fällen durch unsachgemäßen und leichtsinnigen Umgang mit Feuerwerk zu Bränden. Der Fall in Kuhle war neben einem Baum, einem Gartenhaus und brennenden Mülltonnen der schwerwiegendste. Am Silvesterabend musste die Leichlinger Feuerwehr nach Kradenpuhl ausrücken. Dort brannte um 17.40 Uhr ein Nutzfeuer, das nicht angemeldet und nicht genehmigt war und der Zug 1 löschte. Viel Arbeit bescherte der Jahreswechsel wieder der Polizei. Sie verzeichnete im Rheinisch-Bergischen Kreis in der Nacht 92 Einsätze (zwei weniger als im Vorjahr). Meistens, in 20 Fällen, handelte es sich um Randalierer, Schlägereien und Körperverletzungen, gefolgt von Streitereien, Hilfeleistungen, Ruhestörungen und Sachbeschädigungen. Schwer verletzt wurde niemand. Und auch gewaltsame Übergriffe auf die Beamtinnen und Beamten wurden nicht verzeichnet.

In Burscheid gab es zwei Vorfälle (im Vorjahr waren es sechs), in Leichlingen acht (neun). In Wermelskirchen kam es zu 17 Einsätzen, fünf Mal, weil Raketen und Böller gegen Personen, Häuser und Autos geworfen wurden. Dort wurde auch die gläserne Eingangstüre des Kinos eingetreten. In Rösrath musste die Polizei einen Ehestreit beenden: Ein 40-jähriger Mann hatte seine Frau geschlagen, als er um 3.45 Uhr nach Hause kam und die 29-Jährige noch beim Feiern mit Nachbarn antraf. Der Wiederholungstäter darf die Wohnung nun zehn Tage lang nicht betreten. (hgb)


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?