26.08.2016
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Autobahn 1: Dezernentin soll für Tunnel kämpfen

Die Leverkusener Rheinbrücke.

Die Leverkusener Rheinbrücke.

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Ralf Krieger

Leverkusen -

In der Stadtverwaltung wird es künftig eine Koordinatorin für das Thema Autobahnausbau geben. Am Montagabend beschloss der Stadtrat, die neue Baudezernentin Andrea Deppe zu beauftragen, die Planungen zu begleiten. Die liegen in der Verantwortung von Straßen NRW; bezahlt wird der Ausbau vom Bund. In der Stadt wird befürchtet, dass unterm Strich eine Lösung steht, die Leverkusen noch viel mehr belastet als heute. Daher hatte zunächst das Jamaika-plus-Mehrheitsbündnis unter Führung der CDU den Antrag gestellt, eine Koordinierungsstelle in der Stadtverwaltung einzurichten. An deren Spitze soll die neue Baudezernentin stehen.

Die SPD-Fraktion hält es für eine Chefsache, die Interessen der Stadt zu vertreten. Deshalb sollte Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn die Koordinierung übernehmen, hieß es im Stadtrat. Dazu komme, dass sich Dezernentin Deppe noch einarbeiten müsse, argumentierte Fraktionschef Peter Ippolito.

Damit konnten sich die Sozialdemokraten allerdings nicht durchsetzen. Unstrittig ist, dass es irgendwann einen Unterausschuss geben wird, der die Ausbauplanung - ob mit Tunnel oder extrem vergrößerter Stelze für die A 1 - auch politisch begleiten wird. Auch der Ausbau des Leverkusener Kreuzes und die Verbreiterung der A 3 soll zum Wirkungskreis der Verkehrskoordinatorin gehören. Und dann ist da ja noch die RRX-Bahnstrecke. (tk)