27.08.2016
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Balkantrasse: Hilfseinsatz mit schwerem Gerät

Helfer heben Steinklotz hoch

Etwa hundert dieser Betonklötze müssen vom zukünftigen Rad-und Wanderweg geräumt werden.

Foto:

Ralf Krieger

Opladen -

Es ist Millimeterarbeit, die Landwirt Robert Bossmann da leistet. Mit seinem Traktor fährt er langsam den Fußweg am Imbacher Weg in Opladen entlang, hinunter auf den mit Laub bedeckten Matschweg, der einmal ein Abschnitt des Balkanradwegs werden soll. Mit der Staplergabel hebt er einen Quader aus Betonklötzen hoch und manövriert den Traktor rückwärts wieder hinauf auf den Parkplatz. „Das sind etwa 1,5 Tonnen“, sagt Karl-Friedrich Weber, Vorsitzender des Vereins, der den Ausbau des Rad- und Wanderweges, der einmal das Bergische mit dem Rheinland verbinden soll, voranbringt.


Die Betonklötze am Trasseneinstieg Imbacher Weg sind derzeit die wohl größte Aktion des Fördervereins. Die Betonquader stammen von einem längs der Trasse laufenden, unterirdischen Kabelkanal, Energielieferant für die Signalanlagen der ehemaligen Bahn. Über 100 der rund 80 Kilo schweren Klötze mussten ausgegraben und jetzt abtransportiert werden. Hilfe bekam der Verein vom Rotary Club Leverkusen, der nicht nur 10 000 Euro spendete, sondern auch Mitglied Robert Bossmann mit schwerem Gerät vorbeischickte. „Wir finden die Balkantrasse einfach überaus sinnvoll und möchten unseren Beitrag hier für die Region leisten“, sagte Peter Glaessel vom Club.

Darüber hinaus hatte sich die Firma Oppermann bereit erklärt, einen Teil der Entsorgung der Steinquader zu übernehmen. „Wir sind wirklich sehr dankbar, denn erst durch die größere Geldsumme war es uns möglich, hier weiterzumachen“, so Weber. Die rund 20 aktiven Mitglieder – insgesamt hat der Verein mittlerweile an die 1800 Unterstützer – werden nun die nächsten Tage damit verbringen, die Steinklötze per Hand so zu stapeln, dass Bossmann sie mit seinem Traktor aufnehmen kann. Erst wenn die Steine weg sind, kann der Weg für den Bau vorbereitet werden, das heißt von Ästen, Wurzeln und Schotter befreit werden. „Baubeginn wird hoffentlich nächstes Jahr sein. Vielleicht im Sommer, wenn alles klappt.“ Der Stadtrat soll nun am 10. Dezember den Baubeschluss für den Weg fällen, der die Stadt nichts kosten soll.