26.07.2016
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Balkantrasse in Leverkusen: Das erste Jahr war ein voller Erfolg

Viel Besuch gab es gestern beim ersten Geburtstagsfest der Balkantrasse. Vor einem Jahr wurde die Lücke zwischen Burscheid und Opladen geschlossen.

Viel Besuch gab es gestern beim ersten Geburtstagsfest der Balkantrasse. Vor einem Jahr wurde die Lücke zwischen Burscheid und Opladen geschlossen.

Den ersten Geburtstag feierten die Freunde und Förderer der Balkantrasse nun. Ein Jahr ist der offizielle Lückenschluss der Radroute zwischen Burscheid und Opladen her, und wie Kai Wagner aus dem Aktivkreis des Fördervereins bilanziert, wird die rund fünf Kilometer lange Strecke hervorragend angenommen. Sei es von Radfahrern und Spaziergängern, aber auch von Skatern und Skateboardern. „Die fragen schon einmal nach, wann die Strecke denn wieder gefegt wird. Und dann sagen wir ihnen, dass sie gerne einen Besen haben können.“

2300 Stunden ehrenamtliche Arbeit für die Balkantrasse

2300 ehrenamtliche Arbeitsstunden stecken in der Wartung der Balkantrasse, die Voraussetzung für die Umsetzung des Projektes war. Zur Verkehrssicherungspflicht müssen die Bäume geschnitten werden und dafür wurde eigens ein Hubsteiger angemietet. Aber auch Riesen-Bärenklau und Japanisches Springkraut müssen die Vereinsmitglieder regelmäßig beseitigen. Hinzu kommt laut Wagner, dass die Hälfte der Anwohner ihren Grünschnitt über den Gartenzaun an der Strecke entsorgt. „Die Bäume faulen in dem Bereich.“

Das 160 000 Quadratmeter große Gelände musste der Förderverein der Bahn abkaufen. Mit dem Schotter, den Bauarbeiten und Grünschnitt belaufen sich die Kosten auf 1,7 Millionen Euro. Durch die Brückenabgabe gab es gut eine Drittel des Kaufbetrags von der Bahn zurück. Doch im Gegenzug hat sich der Verein verpflichtet, entlang der Brücken, auch der übrigen Trasse, für Sicherheit zu sorgen. 20 Jahre gilt die Verkehrssicherungspflicht.

Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn nannte in seiner Geburtstagsrede den Ratsantrag, einen alten Triebwagen in Erinnerung an die frühere Bahnverbindung aufzustellen. Dafür stünden die Chancen gut. Doch Wagner recherchierte die Kosten. Ein gut erhaltener Wagen koste 30 000 Euro, der Transport noch einmal 10 000 Euro – Geld, das der Förderverein für dringendere Aufgaben ausgeben wolle und müsse.

Strecke soll bis zur Neuen Bahnstadt reichen

Auch der Erlös aus dem Geburtstagsfest, auf dem Gruppen wie die Red-House-Jazzband aus Mönchengladbach, die Band Abgestaubt aus Bergisch Neukirchen oder No Vacancy aus Leverkusen gratis auftraten, ist für die Unterhaltung der Balkantrasse gedacht. Ziel ist es, die Strecke bis zur Neuen Bahnstadt weiterzuleiten. Buchhorn erklärte, dass das mit der Verlegung der Gütergleise einhergehe und nannte das Jahr 2018 für die Realisierung des letzten Stücks.

Wagner und die übrigen Vereinsmitglieder wünschen sich seitens der Stadtverwaltung eine bessere Ausschilderung des Balkanradwegs innerhalb der Stadt. Viele Ortsunkundige, die zum Beispiel am Opladener Bahnhof ausstiegen, müssten sich derzeit erst umständlich nach dem Weg erkundigen.


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