28.08.2016
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Blitzmarathon: Über 60 Tempo-Verstöße

Blitzmarathon im Juli 2012.

Blitzmarathon im Juli 2012.

Foto:

Ralf Krieger

Leverkusen -

„Ach klar, heute ist ja Blitzmarathon!“ Überraschend kam die landesweite Polizeiaktion nicht. Trotzdem waren etliche Verkehrsteilnehmer in Leverkusen am Dienstag zu schnell unterwegs. Ein Taxifahrer hatte sich sogar eine Erinnerung an das Armaturenbrett seines Fahrzeuges geklebt – vergeblich. Auf der Langenfelder Straße wurden schon bis 9 Uhr 16 Raser geblitzt. 396 Fahrzeuge waren dort innerhalb von 90 Minuten erfasst worden. Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers und Helmut Simon, leitender Polizeidirektor in Köln, verstehen den Blitzmarathon als vorbeugende Maßnahme.

Das Verhalten der Verkehrsteilnehmer soll langfristig verändert werden, sie sollen zur dauerhaften Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit bewegt werden, damit es in Zukunft zu weniger schwerwiegenden Verkehrsunfällen kommt. Die Polizei kündige die 24-stündigen Kontrollen bewusst öffentlich an, damit sich die Verkehrsteilnehmer auf diese einstellen können. So soll das bewusste Einhalten der Höchstgeschwindigkeiten gefördert werden. „Die Kontrollpunkte wurden teilweise sogar mit den Bürgern abgesprochen“, erklärte Polizeipräsident Albers.

Insgesamt wurden in Leverkusen von 6 Uhr morgens an bis zum Nachmittag 1087 Autofahrer kontrolliert. In 61 Fällen stellte die Polizei Verstöße fest. Im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis wurden bis 15 Uhr 1085 Fahrzeuge gemessen. Lediglich in 40 Fällen wurde eine Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt, die ein Verwarngeld beziehungsweise eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach sich ziehen werde, teilte die Polizei mit. Bis um 6 Uhr am Mittwochmorgen wurde noch geblitzt.