26.08.2016
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Energieversorgung: Am Wasserturm verbrennt Gas

EVL-Monteur Udo Manzke überwacht das Abfackeln.

EVL-Monteur Udo Manzke überwacht das Abfackeln.

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Ralf Krieger

Bürrig -

Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) hat in dieser Woche begonnen, auf dem Gelände des Wasserturms in Bürrig kontrolliert Gas aus der Flüssiggasluftmisch-Anlage abzufackeln. Das dauert mehrere Tage, jeweils von 9 bis 16 Uhr. Nach Angaben der EVL werden so Gasreste aus den neun Tanks der Flüssiggasluftmisch-Anlage entfernt, die aus technischen Gründen nicht ins Versorgungsnetz eingespeist werden können.

Laut EVL-Sprecher Christoph Wenzel besteht keine Gefahr für Anwohner oder Verkehrsteilnehmer auf der Olof-Palme-Straße. Das Abfackeln erfolge unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Die mit Propangas gefüllten Tanks wurden 2008 als Ersatz für die demontierte Gaskugel errichtet. Die Tanks werden geleert, weil die Flüssiggasluftmisch-Anlage im Frühjahr für drei Jahre stillgelegt wird.

Durch veränderte Marktpreise für Gas und Flüssiggas sei der Betrieb zurzeit wirtschaftlich nicht sinnvoll. Die Anlage werde unter Aufsicht der Bezirksregierung Köln vorübergehend stillgelegt, sagte Wenzel: „So kann die EVL die Anlage zum einem späteren Zeitpunkt wieder in Betrieb nehmen, wenn dies durch eine Veränderung der Preise für Gas und Flüssiggas wirtschaftlich wieder sinnvoll werden sollte.“

Die Flüssiggasluftmisch-Anlage wurde Anfang 2010 in Betrieb genommen. Kernstück sind die neun röhrenförmigen, nebeneinander liegenden Behälter mit bis zu 1500 Tonnen flüssigem Propan. Wenzel: „Bei Leistungsspitzen wurde in der Anlage flüssiges Propan mit Luft gemischt und in das Erdgasversorgungsnetz eingespeist. Das Gemisch konnten die Verbraucher problemlos nutzen – beispielsweise zum Heizen.“