27.07.2016
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Expertenanhörung: Verärgerung über Bevormundung

Ein Güterzug in Alkenrath: Lärm betrifft viele Bürger, die Beratungen sind nicht öffentlich.

Ein Güterzug in Alkenrath: Lärm betrifft viele Bürger, die Beratungen sind nicht öffentlich.

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Ralf Krieger

Leverkusen -

Die Bürgerinitiativen aus verschiedenen Stadtteilen, die sich im Netzwerk gegen Lärm zusammengeschlossen haben, sind verärgert. Erst setzt das Ratsbündnis „Jamaika plus“ (CDU, Grüne, FDP und Unabhängige) im Ältestenrat durch, dass die interessierte Bürgerschaft bei der Expertenanhörung zum Themenfeld Lärm und Verkehr, die am 30. Januar ganztägig im Leverkusener Ratssaal stattfindet, draußen bleiben muss, und nun kündigen eben jene Jamaika-Fraktionen an, die Bürgerschaft anschließend selbst informieren zu wollen. Für Netzwerk-Sprecher Friedrich Jonas ein Unding: „So geht man nicht mit den Menschen um, die ein Recht darauf haben, von offizieller Seite – und nicht politisch einseitig – zu erfahren, wann und wie die Großprojekte neue Autobahnbrücke, Erneuerung der Stelzenautobahn, und Schienenausbau für den Rhein-Ruhr-Express geplant und durchgeführt werden und welche Belastungen auf die Bürger zukommen.“ Wer den Bürgern zu einer solchen Gelegenheit den Zutritt verwehre und ihnen gleichzeitig anbietet, sie aber zwei Stunden später im Rahmen einer eigenen Parteienveranstaltung zu informieren, dem können an der neutralen, umfassenden Information nicht gelegen sein.


Bürgerlisten-Chef Erhard Schoofs hat am Wochenende in einem Offenen Brief an den Oberbürgermeister gefordert, die Informationsveranstaltung doch öffentlich durchzuführen. (ger)


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