25.08.2016
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Markplatz: Zu leichtfertig überplant

Die Geschäftspavillons an der Ecke Breidenbachstraße und Hauptstraße, die der Kirche gehören, sollen bleiben.

Die Geschäftspavillons an der Ecke Breidenbachstraße und Hauptstraße, die der Kirche gehören, sollen bleiben.

Foto:

Ralf Krieger

Wiesdorf -

Was hat man sich seit Jahren die Köpfe heiß geredet um den Marktplatz und die Umgebung der City-Kirche Herz Jesu. Der Anlass, den Abbruch der bei den kleinen Geschäftsleuten beliebten Pavillons zu fordern, war der Bau der Rathaus-Galerie. Mit dem ECE ist in der gesamten Einkaufsmeile ein Gefälle entstanden: Der Rubel rollt zwar angeblich, aber hauptsächlich rollt er in Richtung des mächtigen Einkaufszentrums. Abhilfe sollte die Kirche schaffen, ein Platz sollte die Kunden wieder in Wiesdorfs Westen locken.

Der Fehler von Anfang an war, dass man allzu leichtfertig fremdes Eigentum überplant hatte, nämlich das der Kirche. Das war nicht geschickt und hat manchen Kirchenmann gewurmt, der sich hinterher gegen die Abbruchpläne gestellt hat. Vielleicht würde ein schöner Platz anstelle der Pavillons die erwünschte Wirkung haben, genau weiß es aber niemand.

Ob richtig oder falsch: Die Kirche hat nach quälend langen Diskussionen endlich entschieden. Es ist nun so hinzunehmen. Die Kirche will sich auf ihrem Grundstück den Menschen zuwenden und Angebote schaffen. Sollte sie es schaffen, ihr Stückchen Innenstadt in eine Stätte der Begegnung zu verwandeln, kann das für die Wiesdorfer und die Innenstadtbesucher auch viel bringen. Wie die aus dem Gleichgewicht geratenen Kundenströme wieder in den Wiesdorfer Westen gelenkt werden können, damit muss sich die Politik nun neu beschäftigen.