26.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Neue Bahnstadt: Die Campusbrücke freudig gefeiert
08. September 2013
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Neue Bahnstadt: Die Campusbrücke freudig gefeiert

Der Jubelkorso des Fördervereins Radweg Balkantrasse gelangte über die neue Campusbrücke ans Ziel: das Brückenfest in der Neuen Bahnstadt.

Der Jubelkorso des Fördervereins Radweg Balkantrasse gelangte über die neue Campusbrücke ans Ziel: das Brückenfest in der Neuen Bahnstadt.

Foto:

Ralf Krieger

Opladen -

Es gibt Triumphe, die gilt es in Demut zu ertragen. Einen solchen kosteten die Aktiven des Fördervereins Radweg Balkantrasse am Sonntagmorgen tapfer aus. Zu einer „Jubeldemo“ hatten sie sich getroffen, um zu feiern, dass die Fördermittel für den Radwanderweg auf der früheren Bahntrasse zwischen Opladen und Burscheid vom Land bewilligt sind und demnächst mit den Arbeiten für den Wegebau begonnen werden kann.

Ihr Fahrradkorso startete am Naturgut Ophoven, Ziel war die Campusbrücke in der Neuen Bahnstadt Opladen. Und damit die Jubeldemo nicht allzu überschwänglich ausfiel, gab es Kühlwasser von oben: Ordentlich eingenässt, aber dennoch glücklich erreichten die zwei Dutzend Radler mittags das Ziel, an dem gerade das „Brückenfest“ begann.

Unter diesem neuen Titel für den bisherigen Regionale-Projekttag sollte der Brückenschlag zwischen dem Opladener Zentrum auf der einen, der Neubaugebiet Bahnstadt und Quettingen auf der anderen Seite der Gleise gefeiert werden. Und nach einem matten Auftakt im Nieselregen kamen nachmittags doch noch viele Besucher und auf der Campusbrücke war mitunter regelrechtes Gedränge. Wenn auch das Fest eine Nummer kleiner ausfiel als im Vorjahr und die Besucherzahl nur etwa 6000 Teilnehmer erreichte, so war doch unverkennbar, dass die meisten Leverkusener nicht ausschließlich zum Feiern gekommen waren, sondern ihr Interesse vor allem dem Großprojekt galt. Die wenigsten gaben sich mit einem Besuch der Feiermeile zwischen Campusbrücke und Kesselhaus zufrieden. Die Mehrheit zog weiter bis ins Baugebiet, wo sich Kräne über künftigen Wohnhäusern und dem Studentenheim drehen, die ersten Wohnungen schon bezogen sind und eine Ahnung aufkommt, welcher Charakter das Wohngebiet in naher Zukunft prägen wird.

Manche Besucher schafften es sogar weiter in Richtung Quettingen, in den Bereich, wo die Gewerbeflächen inzwischen komplett vermarktet sind, und wo sich in den Räumen der Zimmerei Adler eine Reihe von Energiefirmen bei einem „Klimafrühschoppen“ präsentierten. Ein paar Unternehmer nutzten auch das Angebot, sich über Möglichkeiten des Energiesparens in Betrieben zu informieren, und auch Privatleute loteten Möglichkeiten aus, ihre Heiz- und Stromkosten zu senken.

Wer sich nicht zu Fuß übers Bahnstadtgelände bewegen wollte, ließ sich auf einer Bimmelbahnfahrt sachkundig machen oder in einem verrückten Miniaturbus kutschieren, in den sich bis zu elf Menschen quetschten, um unter ständigem Hupen und Lachen die Wege unsicher zu machen. Auf der Bühne an der Campusbrücke ernannte die Wirtschaftsförderung Leverkusen derweil neue Standortbotschafter, und Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn bescherte dem Förderverein Balkantrasse eine freudige Überraschung. Er übergab im Namen des Vereins „Wir & Leverkusen“ eine Spende über 3500 Euro für des Bau eines Rastplatzes an der Strecke.


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