30.07.2016
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Pavillons: SPD springt Jürgen Scharf bei

Die Pavillons an der Breidenbachstraße sollen vorerst erhalten bleiben. Darüber ist zwischen der Kirchengemeinde und Ratsherr Jürgen Scharf ein Streit ausgebrochen.

Die Pavillons an der Breidenbachstraße sollen vorerst erhalten bleiben. Darüber ist zwischen der Kirchengemeinde und Ratsherr Jürgen Scharf ein Streit ausgebrochen.

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Britta Berg

Wiesdorf -

Mit Kritik an der Kritik wartet die SPD in der Debatte um die Pavillons an Herz-Jesu auf. Zuletzt hatten sich Pfarrer Ralf Hirsch und Kirchenvorstand Peter Opielka gegen die Angriffe von Jürgen Scharf (Die Unabhängigen) verwahrt. Der Wiesdorfer Ratsherr hatte die Verantwortlichen der Kirche attackiert, weil die Läden an der Breidenbachstraße wieder langfristig vermietet werden sollen. Scharf hält das für falsch: Die Breidenbachstraße brauche unbedingt neue Impulse; statt der ältlichen Pavillons müsse der Bereich komplett umgebaut werden. Die Gemeinde blockiere die Entwicklung an dieser für die City strategisch wichtigen Stelle.


So sehen es auch die Sozialdemokraten. Heinz Josef Longerich, Chef der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung I, kritisiert ebenfalls die Haltung der Gemeinde, die Läden zu belassen und unter anderem eine Anlaufstelle für das eigene Publikum dort einzurichten: „Die Pavillons sind nicht mehr zeitgemäß, sie kommen für moderne und damit für die Kunden interessante Geschäfte nicht mehr in Frage. Die Gemeinde sollte sich daher ganz kurzfristig einer ergebnisoffenen Diskussion über die Zukunft der Pavillons und des Marktplatzes stellen“, forderte Longerich am Freitag.


Peter Ippolito, Chef der SPD-Ratsfraktion, findet es „schade, dass der planerische Stillstand rund um den Marktplatz weiter anhält“. Die Entscheidung der Gemeinde, zunächst interne Fragen zu beantworten, sei „für alle, die an der Stadtentwicklung interessiert sind, extrem bedauerlich. Hier wird eine Chance verspielt". Nicht gut findet Ippolito, dass Kirchenvorstand Peter Opielka die Ansiedlung der Rathaus-Galerie als Ursache für die Probleme am westlichen Ende der Fußgängerzone bezeichnet. Das sei ein „Totschlagargument“. Schließlich sei durch die Ansiedlung von ECE die Besucherfrequenz in Wiesdorf deutlich gestiegen. „Die Bürger haben ein verbessertes Angebot und das wollten wir so. Dieses kann auch dem Bereich um den Marktplatz nutzen, wenn nicht noch weiter kostbare Zeit vergeudet wird.“ (tk)