27.08.2016
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RB 48 und RE 7 im Rheinland: Leverkusener Ratsherr fordert National Express zum Handeln auf

Vom Abstellgleis reaktiviert für National Express.

Vom Abstellgleis reaktiviert für National Express.

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Busch

Leverkusen -

„Die Geduld vieler Fahrgäste neigt sich dem Ende zu.“ So höflich umschreibt der Opladener FDP-Ratsherr und regelmäßige Bahnkunde Friedrich Busch, was er und viele seiner Leidensgenossen regelmäßig erdulden, seit die Regionalbahn 48 und der Regionalexpress 7 mit der Umstellung auf den Winterfahrplan vom Betreiber National Express übernommen worden sind. Von allen Versprechen zu mehr Fahrkomfort und besserer Pünktlichkeit sei wenig verwirklicht worden, beklagt Busch. Der Nahverkehr Rheinland (NVR) als Aufgabenträger für diese Bahnstrecken, müsse endlich handeln und dem britischen Linien-Betreiber Druck machen.

Alte Reichsbahn-Waggons

So richtig wütend wurde Busch vorige Woche, als er sich in Opladen mit bunt zusammengestellten Zügen konfrontiert sah, die dem Versprechen von National Express, „hochmoderne Züge nach dem neuestens Stand der Technik und mit Komfortausstattung“ einzusetzen, hohnsprachen. Stattdessen hielt an Gleis 2 ein Zug, der Busch mehr an Phantasia- oder Disneyland erinnerte: „Vorne blaue Waggons, dann ein alter Waggon der ehemaligen DDR-Reichsbahn mit Sechser-Abteilen, dann zum Schluss rote Waggons, von den der letzte als »Geisterwaggon« fährt, weil er für die Fahrgäste gesperrt ist.“ Offensichtlich kurzfristig ausgeliehene Notreserve-Fahrzeuge, wie die Aufschrift „DB Regio“ verriet.

Zwar sind auch die versprochenen aktuellen „Talent 2“-Züge im Einsatz, doch oftmals auch nur mit einem Zugteil statt der regulären zwei Zugteile. Busch fordert nun den Nahverkehr Rheinland auf, bei National Express auf Einhaltung der Vertragsbedingungen zu dringen – und bei Nichteinhaltung fristlos zu kündigen. (ger)