26.07.2016
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Schützenhaus: Richtfest am Kirmesplatz

„Ausbau“ heißt das Projekt der Sebastianer am Kirmesplatz. Jetzt sagte Friedrich Wirsch den Richtspruch auf – wie vor 28 Jahren.

„Ausbau“ heißt das Projekt der Sebastianer am Kirmesplatz. Jetzt sagte Friedrich Wirsch den Richtspruch auf – wie vor 28 Jahren.

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Ralf Krieger

Hitdorf -

Die Baugenehmigung kam am Freitag, 13. April. Bisher war das kein schlechtes Omen für die Hitdorfer Sankt Sebastianer. Das Projekt Schützenhaus läuft planmäßig, wenn man mal von den Pützern absieht. Die sollten den Bau zum Richtfest am Freitag noch mit einem ansehnlichen Außenhaut versehen. Nun sollen sie einen Tag später kommen, ab 7.30 Uhr. Ob sie dann noch auf die letzten Festgäste treffen werden, ließ sich am Freitagnachmittag noch nicht absehen. Aber es könnte eine Bewandtnis haben, dass sich die Schützenbrüder ausgerechnet die längste Nacht des Jahres für das Richtfest ausgesucht haben.


Auch die Einweihung soll am liebsten auf einen ganz besonderen Tag fallen, sagte Heinrich Heitmeier, Geschäftsführer der Bruderschaft von 1428: „Wir peilen das Bezirksschützenfest 2015 an.“ Dran wären dann nämlich die Hitdorfer. Und was gäbe es schöneres, als das neue Haus mit einem so großen Schützentreffen seiner Bestimmung zu übergeben?


Streng genommen läuft das Großprojekt unter der Bezeichnung „Ausbau“. Das beschreibt die Sache nicht recht zutreffend: Auf einer Grundfläche von 170 Quadratmetern am Hitdorfer Kirmesplatz umbauen die Schützen 900 Kubikmeter. Von draußen sieht das zweigeschossig aus, ist es auch zum Teil. Der Bau erfüllt durchaus architektonische Ansprüche, zu den inneren Werten gehört ein neuer Versammlungsraum für bis zu 120 Personen, das Ganze barrierefrei: Man muss auch an die älteren Schützenbrüder und -schwestern denken. Freilich ist die uralte Hitdorfer Bruderschaft im Durchschnitt recht jung: 45 Jahre, was auch an der starken Jungschützenabteilung liegt. 20 der 90 Mitglieder sind zwischen zehn und 24 Jahre alt.


Gerade sie, so Heitmeier, hätten schon einen Großteil der rund 1000 Stunden Eigenleistung auf dem Konto. Das wird aber nicht reichen: Den Innenausbau wollen die Sebastianer komplett selber stemmen – „da wird noch einiges dazukommen“, ahnt der Vorsitzende Heinz-Rudolf Rittinghaus.