28.07.2016
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Überstunden: Feuerwehr macht Druck auf die Stadt

112 Wehrleute haben einen Anwalt eingeschaltet.

Die Stadt Leverkusen muss sieben Mitgliedern der Leverkusener Berufsfeuerwehr Lohn nachzahlen.

Foto:

Symbolbild Sven Grundmann

Leverkusen -

Ein paar wenige haben 18 000 Euro bekommen, andere nur 2900. In wieder anderen Fällen wurden 9100 Euro gezahlt, andere sind noch gar nicht entschieden. Es herrscht ein ziemliches Durcheinander im Streit zwischen Feuerwehrleuten und ihrem Arbeitgeber, der Stadt Leverkusen. Ursache des Konflikts sind die vielen Überstunden, die gemäß einer europaweiten Regelung nun bezahlt werden müssen. Am Freitag machte Rechtsanwalt Peter Orlowski, dessen Opladener Kanzlei 112 Feuerwehrleute vertritt, öffentlich Druck: Er verbreitete seinen Brief an den Oberbürgermeister , in dem er Reinhard Buchhorn auffordert, endlich eine einheitliche Lösung für die gesamte Berufsfeuerwehr anzubieten. Es gehe nicht an, dass jeder für sich um seine finanzielle Entschädigung kämpfen müsse – mit den erwähnten, extrem unterschiedlichen Ergebnissen.

Genau diese einheitliche Lösung wolle man in der Stadtverwaltung aber verhindern, sagte Orlowski: „Das haben wir aus zuverlässiger Quelle erfahren.“ Das sei umso ärgerlicher, weil die Stadtverwaltung bisher den Anschein erweckt habe, dass sie eine einheitliche Lösung anstrebe, sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen klar seien. Eine Bekanntmachung des zuständigen Dezernenten Frank Stein von Weihnachten 2006 habe viele Feuerwehrleute davon abgehalten, die Stadt auf Zahlung der Überstunden zu verklagen. In dem Schriftstück hielt Stein fest, dass „die Stadt Leverkusen die Bezahlung der geleisteten Mehrarbeit leisten wird, sobald hierfür eine gesetzliche Basis geschaffen wurde.“ (tk)