26.08.2016
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Vorfall bei Bierbörse in Opladen: Vorwurf der Vergewaltigung gegen Sanitäter fallengelassen

Symbolbild.

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Ralf Krieger

Leverkusen -

Für die Leverkusener Feuerwehr war es ein mehr als peinlicher Vorfall, als zwei Sanitäter nach der Bierbörse im vergangenen August einen Rettungswagen zweckentfremdeten und darin mit zwei Frauen nach Köln zum Parkplatz unter der Zoobrücke zu fahren, um darin Sex zu haben. Zumindest der strafrechtliche Teil des Vorfalls ist erledigt, denn die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren wegen Vergewaltigung mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Die beiden Sanitäter sind weiterhin vom Dienst bei der Feuerwehr freigestellt. Ein Disziplinarverfahren, an dessen Ende auch die Entlassung stehen könnte, läuft.

Keine Anklage

Eine der Frauen hatte angegeben, dass sie gegen ihren Willen in dem Rettungswagen zu sexuellen Handlungen genötigt worden sei. Der Sanitäter habe ihre Proteste ignoriert. Das, so der Staatsanwalt, habe man nicht sicher nachweisen können. Es wird also nicht zur Anklage kommen. Von den Frauen sei kein Widerspruch gegen diese Entscheidung eingegangen.

Die beiden Sanitäter, damals 25 und 27 Jahre alt, hatten zwei junge Frauen von der Bierbörse im Wagen zunächst zur Merheimer Klinik mitgenommen, weil sie dort eine Patientin abliefern mussten. Diese war an der Hand verletzt und musste vorn im Führerhaus mit den Sanitätern sitzen, hinten fuhren die beiden anderen Frauen mit. Der Verletzten hatten sie gesagt, dass der Rettungswagen nicht desinfiziert sei, weshalb sie vorne mitfahren müsse. Die beiden Frauen hatten am nächsten Morgen bei der Polizei Anzeige erstattet. (rar)