23.07.2016
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Bensberg Classic: Die weltweit schönsten Klassiker

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Christopher Arlinghaus

Bergisch Gladbach -

Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer Hans Joachim Stuck war begeistert: „Oldtimerfahren ist eine Mischung aus Präzision und Spaß. Mit Gleichgesinnten schöne Autos in toller Landschaft zu bewegen, ist ein Privileg.“

Stuck startete bei der Oldtimer-Rallye der Schloss Bensberg Classics in der so genannten „Sanduhrklasse“. In dieser Klasse dürfen keine elektronischen Hilfsmittel eingesetzt werden, um die Zeiten der Sonderprüfungen einzuhalten. Nur mechanische Stoppuhren sind erlaubt, selbst die Benutzung von Mobiltelefonen ist untersagt. „Striezel“, wie Stuck oft mit seinem Spitznamen gerufen wird, belegte in seiner Wertungsklasse den dritten Platz und in der Gesamtwertung Rang fünf. Stuck war nicht der einzige Prominente, der hinter dem Lenkrad eines historischen Fahrzeugs die Tour durch den Rheinisch-Bergischen Kreis bewältigte.

Neben den Schauspielern Jürgen Prochnow, Herbert Knaup, Helmut Zierl und Erol Sander, saß auch der Ex-Formel-1-Star Jacky Ickx hinter dem Volant eines historischen Rennwagens. Ickx war in einer Doppelfunktion in Bensberg: als Fahrer und als Jurymitglied des Concours d’Elégance. Hier präsentierten Oldtimerbesitzer rund 40 der weltweit schönsten Klassiker des Automobilbaus und stritten um die Trophäen für den schönsten Wagen. Der Concours d'Elégance der Schloss Bensberg Classics wurde auch 2012 vom Weltverband FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) als Event der höchsten FIVA-Kategorie A gewertet. Neben Ickx zählten unter anderem Stefan Sielaff, der Leiter des Volkswagen Design Centers in Potsdam, Andrea Zagato von Zagato, Fabrizio Giugiaro von Italdesig und Designer Fabrizio Giugiaro, Sohn von Golf I-Designer Giorgetto Giugiaro, zur neunköpfigen Jury.

Einer der Hingucker der Veranstaltung war ein Mercedes 300 SL Flügeltürer. Sein Erstbesitzer, der wohl bekannteste Playboy der 50er und 60er Jahre, Portofirio Rubirosa, soll mit diesem Wagen Jayne Mansfield, Christina Onassis und Evita Perón chauffiert haben. Persönlich modifizierte Porfirio Rubirosa die Tachoscheibe: Er tauschte die Höchstgeschwindigkeitsmarke von 270 Stundenkilometer durch eine 360 Stundenkilometer-Marke aus – um so seine Beifahrerinnen zu beeindrucken.