26.08.2016
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Geschäftshaus: Ein Neubau für zehn Millionen Euro

So soll der Neubau aussehen.

So soll der Neubau aussehen.

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Repro: Christopher Arlinghaus

Bergisch Gladbach -

Eine Neuigkeit ist es nicht wirklich, aber nun ist es offiziell: Ein Geschäftshaus mit neuer Filiale baut die Kreissparkasse Köln an der Hauptstraße/Ecke Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße in der Innenstadt von Bergisch Gladbach. Hauptmieter der Immobilie ist das Textileinzelhandelsunternehmen H & M. „Der Vertrag ist unterzeichnet. Anfang 2015 werden wir die Flächen übergeben. Das heißt, wir müssen uns beeilen“, sagte gestern Klaus Tiedeken, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse bei der Vorstellung des Neubauprojektes. Am 1. Juli soll der Abbruch des viergeschossigen Eckhauses beginnen.

Knapp zehn Millionen Euro investiert die Bank in das neue Gebäude. Als „leichtfüßig“ beschreibt Tiedeken die vom Kölner Architekten Bernd Römer entworfene Gestaltung: Naturstein und viel Glas. „Es sind homogene, einfache Strukturen. Vorgesehen sind vier Geschosse, wobei die vierte Etage als Staffelgeschoss zurückgesetzt wird“, erläutert Römer die Baudetails. Die neue Filiale der Kreissparkasse wird die Anschrift Hauptstraße 147 haben und nicht mehr an der Ecke eingerichtet. Als Grund- und Hauseigentümerin wird die Bank im Neubau Büros über zwei Etagen mit einer Fläche von 450 Quadratmetern beziehen. Das Zehnfache der Fläche, also 4500 Quadratmeter, bietet das Geschäftshaus insgesamt.

Den Löwenanteil davon mit 2500 Quadratmetern mietet der schwedische Textilfilialist Hennes & Mauritz, kurz H & M. „Die Verkaufsfläche von 2000 Quadratmetern verteilt sich auf drei Ebenen – Basement, Erdgeschoss und erstes Geschoss“, erklärt Rainer Schulz, Geschäftsführer der Düsseldorfer Developement Partner AG, die das Bauprojekt entwickelt hat. Die Geschäftsfläche sei zwar für die Bedürfnisse des Textilunternehmens konzipiert worden, doch auch für andere Mieter flexibel zu nutzen. Schulz: „Uns war seit langem bekannt, dass H & M nach Bergisch Gladbach wollte. Die Stadt hatte auf der Wunschliste Platz eins.“ Darüber freut sich besonders Bürgermeister Lutz Urbach. Nicht weniger erfreulich sei die Investition der Kreissparkasse. Urbach: „Bergisch Gladbach braucht Strahlkraft.“ Mit dem Neubauprojekt, in dem vier Mieteinheiten noch frei sind, wird die Kreissparkasse ihren Standort im westlichen Teil der Fußgängerzone ausbauen, doch auch an der „oberen“ Hauptstraße 208-210 bleibe sie präsent wie zuvor, betont Regionaldirektorin Marianne Brochhaus: „Es ist ein guter Bankenstandort, der sich bewährt hat.“ Die Niederlassung dort feiert das Unternehmen am 25. Mai als neue Regionalfiliale mit einem erweiterten Beratungsangebot.

Etwa ein halbes Jahr werde es dauern, bis die Mauern des alten Gebäudes abgetragen seien, sagte Schulz. Angesichts der angrenzenden Bebauung sei das Eckhaus nur Stück für Stück abzubrechen, Belästigungen durch Lärm und Staub ließen sich nicht verhindern. Schulz: „Allerdings sollen An- und Abfahrten der Schwerlaster von der Stationsstraße aus über ein städtisches Grundstück erfolgen.“ So würde der Baustellenverkehr aus der Fußgängerzone weitgehend herausgehalten. Bis der Neubau fertig ist, hat die Bank eine Servicestelle in der Rhein-Berg-Galerie.