31.07.2016
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Kreistag: Strategie gegen den Fachkräfte-Mangel

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dpa

Rhein-Berg -

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (RBW) wird mit weiteren Aufgaben betraut. Sie soll sich ab 2013 verstärkt um das Fachkräfte-Marketing und die Fachkräfte-Sicherung kümmern. Dies beschloss der Kreistag einstimmig in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr. Hintergrund ist der Fachkräftemangel, der für die nächsten Jahre prognostiziert wird. Die Existenz vieler kleiner und mittelständischer Unternehmen hänge davon ab, ob genügend Fachpersonal zur Verfügung stehe, heißt es in einem interfraktionellen Antrag. Die RBW soll Lösungsansätze entwickeln, um einem langfristigen Mangel auf lokaler Ebene zu begegnen. Dafür wird das Jahresbudget von 458000 auf 600000 Euro angehoben.


Keineswegs einstimmig fiel dagegen das Votum über eine Resolution zur Änderung des Gemeindefinanzierungsgesetzes aus. In dem von der CDU eingebrachten Text wird gefordert, „die anhaltende Benachteiligung der kreisangehörigen Kommunen bei der Berechnung der Schlüsselzuweisungen zu stoppen“. SPD und Grüne stimmten gegen die Resolution, waren aber in der Minderheit.


Grünes Licht gab der Kreistag für die Planungen eines Erweiterungsbaus am Kreishaus Heidkamp. Das Projekt wird nötig, weil die Außenstelle in Gronau aus baulichen Gründen aufgegeben wird. Die Erweiterung soll rund 13,7 Millionen Euro kosten. Baubeginn ist im Oktober 2014, mit der Fertigstellung wird 2016 gerechnet.


Zum neuen Leiter des Dezernats III der Kreisverwaltung (Schule, Jugend und Soziales) wählte der Kreistag den 45-jährigen Markus Fischer. Er folgte Cornelia Klien nach, die im Oktober ausgeschieden ist. Fischer lebt in Overath und ist Vater von zwei Kindern. Der Diplom-Verwaltungswirt arbeitet seit 1987 bei der Kreisverwaltung. Er war zuletzt stellvertretender Leiter des Dezernats III.


Die Kreistagssitzung hatte übrigens auf ungewöhnliche Weise begonnen. Landrat Hermann-Josef Tebroke und die Fraktionsvorsitzenden trugen eine Geschichte aus dem Kinderbuch „Irgendwie Anders“ vor. Ziel der Aktion war es, für Inklusion zu werben.


Behinderte und Nichtbehinderte sollen gemeinsam lernen und arbeiten können. „Es geht vor allem darum, die Barrieren in den Köpfen abzubauen und ein Umdenken anzuregen“, sagte Landrat Tebroke.