30.07.2016
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Vorstellung in Odenthal: Wenig Resonanz auf Lärmaktionsplan

Motorradfahrer unterwegs in Altenberg.

Motorradfahrer unterwegs in Altenberg.

Foto:

Diethelm Nonnenbroich

Odenthal -

Mäßig war die Resonanz der Bürger auf den Lärmaktionsplan, den die Gemeinde gemeinsam mit dem Planungsbüro Debakom an drei Abenden im Bürgerhaus Herzogenhof vorstellte. Die meisten Besucher interessierten sich für die Lärmbelastung im Ortszentrum. Vorgeschlagen wurden dabei unter anderem Geschwindigkeitsbegrenzungen, die Aufstellung einer Radarfalle, der Rückbau der Pflasterbeläge in den Haltebuchten sowie eine Erhöhung des Lärmschutzwalls an der Dhünner Aue. Nach Meinung der Experten müsste der allerdings um mindestens vier Meter wachsen, um die erwartete Wirkung zu erreichen.

Für Geschwindigkeitsbegrenzungen plädierten auch die Anwohner der Hauptstraße in Blecher, wo unter anderem ein Fahrverbot für Lastwagen sowie für Motorräder am Wochenende diskutiert wurde. Zudem solle die Zufahrt zur Kläranlage so verändert werden, dass Zweiradfahrer sie nicht mehr als Sammelpunkt nutzen können, schlugen die Bürger vor. Probleme mit Motorradlärm wurde auch aus dem Scherfbachtal geäußert. Zudem wünschten sich dort einige Bürger mehr Linienbusse, aber weniger Touristen.

Betroffen nach den Grenzwerten des Lärmaktionsplans sind nach den Richtlinien der EU im gesamten Gemeindegebiet nur wenige Häuser; allerdings will die Gemeinde auch die anderen Gebiete in die Betrachtungen einbeziehen. Für die Aufstellung der Lärmkarten wurden Hauptstraßen untersucht mit einer Verkehrsbelastung von mehr als drei Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Notwendige Verbesserungen muss der Straßenbaulastträger, in dem Fall Straßen NRW, innerhalb von fünf Jahren umsetzen.  (kme)