31.07.2016
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Bürgervorschlag: Ein Lichtblick für den Kreisverkehr

So könnte der Vorschlag aussehen.

So könnte der Vorschlag aussehen.

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Privat

Overath -

Lässt sich mit dem Kreisverkehr in der Stadtmitte unter Umständen sogar Geld verdienen? Ein Bürgervorschlag für die Bebauung des Kreisels stellt dies in Aussicht. Diplom-Ingenieur Christoph Althoff aus Marialinden hat angeregt, keine Aufbauten zu beschließen, sondern ein „kuppelförmig-erhabenes, grün bewachsenes Lichterfeld“.

Dabei handelt es sich um große und blendfreie, lichtaktive Leuchtkörper. Sie könnten auch zur Energiegewinnung mit Photovoltaik belegt werden. Die Leuchtkörper können laut Althoff „interaktiv“ aktiviert werden. Soll heißen: Wie bei einem Bewegungsmelder leuchten die Lichter auf, an denen gerade ein Auto vorbeifährt. Althoff: „Es werden weich oszillierende Lichter und Farben eingesetzt, die den Eindruck einer eleganten Lichtkuppel erzeugen, die mit dem laufenden Verkehr kommunizieren.“

Das Ganze muss natürlich blendfrei vonstatten gehen, damit sich die Anwohner nicht belästigt fühlen. Mehr noch: Ein Lichtband, das den Sockel des Kreisels umgeben soll, könne als Träger für tagesaktuelle Hinweise wie Wetter oder Veranstaltungsinfos genutzt werden. Auch Wegweiser oder Werbeträger für ortsansässige Firmen seien denkbar. Die Photozellen versorgen die Leuchtkörper mit Energie. Überschüssige Energie könnte zu Geld gemacht werden. Althoff schlägt vor, für die Finanzierung, Planung und Ausführung einen gemeinnützigen Verein zu gründen. Spenden könnten dann steuerlich begünstigt werden. Die Herstellungskosten setzt er mit rund 25000 Euro an. Folgekosten seien gering, weil sich der Kreisel praktisch selbst versorge.

Wie berichtet, haben schon viele Overather Bürger Vorschläge zur Gestaltung des Kreisels gemacht. Der Bürgermeister, der selbst eine Glocke anregt, will sie sammeln und in den nächsten Wochen der Kommunalpolitik zur Beschlussfassung vorschlagen.