25.07.2016
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Kreisverkehr: Bürgermeister hält an der Glocke fest

Unter reger Beteiligung der Bürger wurde im Kulturbahnhof über die Bebauung des Kreisverkehrs diskutiert.

Unter reger Beteiligung der Bürger wurde im Kulturbahnhof über die Bebauung des Kreisverkehrs diskutiert.

Foto:

Roland U. Neumann

Overath -

Obwohl er mit „seiner“ Glocke als Motiv für den Kreisverkehr vorerst gescheitert ist, hält Bürgermeister Andreas Heider das Rennen noch für „offen“: „Wenn man alle Vorschläge zusammenzählt, die eine Glocke als Motiv haben, dann besteht schon der Wunsch, dieses Symbol zu realisieren.“ Heider macht folgende Rechnung auf: Neun der 22 Vorschläge waren „mit Glocke“. Bei der Abstimmung in der Bürgerversammlung seien diese neun Vorschläge zusammen auf 37 Punkte gekommen. Die beiden Siegervorschläge – Kuppel mit Lichtern und Kuppel mit Blumen – kamen zusammen auf 26 Punkte. „Also ist die Glocke noch nicht ganz vom Tisch“, spekuliert der Bürgermeister: „Deshalb gehe ich auch ganz entspannt mit dem Votum um. Es war, wenn man so will, eine Momentaufnahme.“

Dennoch sollen nun alle den eingeschlagenen Weg weitergehen. Der Heimatverein wird dem Stadtrat vorschlagen, ein Gremium zu gründen, in dem Politiker, Heimatpfleger und andere Fachleute sitzen. Dieses Gremium soll alle eingereichten Vorschläge auf Praktikabilität, Kosten und Pflegeaufwand abklopfen. Dann wird eine Empfehlung an den Stadtrat gerichtet, der letzten Endes entscheiden muss. Heider: „Unabhängig von der Empfehlung wird die Verwaltung dem Rat alle Vorschläge vorlegen. Ich werde keinen Einfluss auf die Entscheidung nehmen.“

Ursprünglich sollte der Kreisverkehr im April bebaut oder bepflanzt sein. Dieser Zeitrahmen sei kaum noch zu halten, so der Bürgermeister: „Das ist nicht weiter schlimm. Wir dürfen das Thema aber auch nicht zerreden, sonst hängt es den Leuten eines Tages zum Hals heraus.“


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