29.07.2016
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Kreisverkehr: Wo laufender Verkehr stillsteht

Der Kreisel soll den verkehr in Overath besser fließen lassen, derzeit ist eher das Gegenteil der Fall.

Der Kreisel soll den verkehr in Overath besser fließen lassen, derzeit ist eher das Gegenteil der Fall.

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Roland U. Neumann

Overath -

Die Arbeiten am Kreisverkehr in der Overather City bringen für die Autofahrer zum Teil unangenehme Wartezeiten mit sich. In der nächsten Woche wird die Verkehrsführung in Höhe des Rathauses erneut geändert. Dann wechselt der Einbahnverkehr an dieser Stelle auf die jetzt noch gesperrte Straßenseite, während die gegenüberliegende Seite dichtgemacht wird.

Der Grund für die Staus, die allerdings einkalkuliert waren, ist eine Vier-Phasen-Ampelschaltung, ohne die nicht gleichzeitig gebaut und gefahren werden könnte. Gegenüberliegende Einmündungen erhalten nicht, wie sonst üblich, gleichzeitig Grünlicht, sondern nur eine nach der anderen. So kann ein Teil der Kreuzungsfläche für die Bauarbeiten freigehalten werden. Ortskundige Autofahrer haben sich längst Ausweichrouten gesucht, sofern dies möglich war.

Ab der vierten Bauphase wird der Ferrenberg auf den unteren hundert Metern nur noch bergauf befahrbar sein. Verkehr in der Gegenrichtung muss über die Anliegerstraßen Kirchberg und Am Katzenbach auf die Hauptstraße (L 136) in Richtung Heiligenhaus abgeleitet werden.

Der Bau des neuen Kreisverkehrs ist als ein Projekt angegangen worden, bei dem sich nicht nur Tiefbauunternehmen und Betonfachleute beweisen können. Mindestens so wichtig sind die Planer, die das Wagnis eingegangen sind, bei laufendem Verkehr zu bauen. Und darunter ist in der Overather City ziemlich viel laufender Verkehr zu verstehen - beziehungsweise stillstehender, sprich: Stau. Die Ortsdurchfahrt ist eine der am meisten frequentierten Straßen im Kreisgebiet. Hier zu bauen kommt der Quadratur eines Kreises recht nahe. "Wir liegen aber voll im Zeitplan. Ich bin bisher sehr zufrieden", sagt Bürgermeister Andreas Heider über das Projekt, das im April begann. Bis Ende Oktober soll der Kreisel fertig sein, der dann nicht nur für zügigeren Verkehr in der Innenstadt, sondern auch für weniger Autoabgase sorgen soll. Der Kreisverkehr ist schließlich Bestandteil des Luftreinhalteplans Overath. Die Planer vom Ingenieurbüro Lindenschmidt haben die Arbeiten in sieben Bauphasen unterteilt. Dabei geht es nicht nur um die Anlegung des Kreisverkehrs. Zunächst war an dieser Stelle auch der Katzbach neu und großzügiger verrohrt worden als bisher. Das jüngste Starkregen-/Hochwasser-Ereignis in Overath und Umgebung habe gezeigt, so Heider, dass diese Baumaßnahme "absolut notwendig" gewesen sei. Der Innenkreisel ist bereits jetzt erkennbar. Das wirft in der Bevölkerung die Frage auf, wie die Innenfläche des Kreisverkehrs später einmal gestaltet werden soll. Es gibt einige Ideen, aber noch ist nichts spruchreif.